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14.04.26 12:55
Eurozone: Steigende Inflationsraten dürften der EZB Sorgen bereiten

Bonn (www.anleihencheck.de) - Der Gesamt-PMI der Eurozone sank im März stärker als erwartet von 51,9 auf 50,7 Punkte, so Postbank Research.

Dabei habe der Index der Industrie überzeugt, der unerwartet von 50.8 auf 51,7 Punkte gesprungen sei. Der Service-PMI habe hingegen stärker als erwartet von 51,9 auf 50,2 Punkte nachgegeben. Auch für Deutschland habe sich ein ähnliches Bild ergeben, der Industrie-PMI stieg von 50,9 auf 52,2 Punkte.

Die Inflationsrate sei im März etwas geringer als im Marktkonsens erwartet von 1,9% auf 2,5% gestiegen, die Kernrate unerwartet von 2,4% auf 2,3% gesunken. Die Arbeitslosenquote sei im Februar vom Rekordtief bei 6,1% auf 6,2% gestiegen.

Mitte März sei der EUR/USD-Kurs kurzzeitig unter die Marke von EUR/USD 1,14 gefallen - mittlerweile habe er sich in Richtung EUR/USD 1,16 erholt. Nicht ganz unschuldig daran dürften die spürbar veränderten Erwartungen an die Geldpolitik der EZB gewesen sein. Aufgrund der Eskalation im Nahen Osten und der infolge des Anstiegs der Energiepreise drohenden Inflationsgefahren würden die Swapmärkte momentan gut 75 Basispunkte an Zinserhöhungen bis zum Jahresende einpreisen. Die EZB habe sich im Rahmen ihrer März-Sitzung abwartend geäußert, jedoch eher die Inflationsgefahren betont und ihre Inflationsprognose für 2026 spürbar angehoben.

Die Renditen der zehnjährigen Bundesanleihen hätten von Mitte März bis Anfang April von 2,81% bis auf 3,12% zugelegt - ein Niveau, das zuletzt Mitte 2023 annähernd erreicht worden sei. Der Spread zwischen den Langläufern Frankreichs und Deutschlands habe sich erhöht. Auf Sicht von sechs Monaten (Ende September) sehe Postbank Research die Rendite in der Nähe des aktuellen Niveaus von 3,0% - sofern der Nahost-Krieg zeitnah deeskaliert werde. (Zinsbulletin April 2026) (14.04.2026/alc/a/a)


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