Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Zum Wochenauftakt haben wieder die Entwicklungen in Nahost dominiert und völlig unklar ist, ob sich in den kommenden Tagen eine Lösung des Konflikts finden lässt, so die Analysten der Helaba.
Der Newsflow zu dem Thema bleibe zunächst wohl der dominante Einflussfaktor an den Finanzmärkten.
Datenseitig stünden heute die US-Erzeugerpreise im Mittelpunkt des Interesses, wobei klar sein dürfte, dass die kriegsbedingt erhöhten Energiepreise einen deutlichen Schub verursachen dürften. Die Jahresrate könnte auf das höchste Niveau seit Anfang 2023 steigen. Das komme in der Konsensschätzung bereits zum Tragen und offen sei, ob sich im Anschluss daran deutliche Marktreaktionen ergeben würden. Die Akteure hätten seit Kriegsbeginn bereits ihre Inflationserwartungen erhöht und damit auch die Zinserwartungen.
Bezüglich der zukünftigen Geldpolitik seien die zahlreichen Redebeiträge der Notenbanker im Blick zu behalten. In den USA stünden gleich fünf Fed-Vertreter mit ihren Einschätzungen an und in der Eurozone sei in der Nacht auf die Rede von EZB-Präsidentin Lagarde zu achten. Eine Vorfestlegung auf einen zinspolitischen Pfad werde es per saldo wohl nicht geben. Vielmehr würden sowohl die Risiken für die Inflation als auch diejenigen für Wachstum und Arbeitsmarkt thematisiert. Der (Angebots)Energieschock stelle die Zentralbanken weltweit vor Probleme, denn zunächst drohe eine Zielverfehlung im Hinblick auf die Preisniveaustabilität und weitergehend würden sich von dem damit einhergehenden Kaufkraftverlust Gefahren für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung ableiten, umso mehr, je länger der Schock andauere. (14.04.2026/alc/a/a)
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