Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die kriegsbedingt starken Anstiege der Energiepreise haben Folgen für die Inflationsraten, weltweit, so die Analysten der Helaba.
Europäische Vorabschätzungen der Inflation hätten diese bereits gezeigt und heute würden sich die Blicke diesbezüglich in die USA richten. Die CPI-Märzzahlen würden von dem Sprung der Benzinpreise dominiert. Seit Kriegsbeginn seien die Kosten an den Zapfsäulen für die Verbraucher um rund 40% gestiegen. Auch wenn es in dieser Woche einen Rücksetzer geben sollte, der Effekt werde enorm sein. Die CPI-Statistik werde allerdings hauptsächlich in der zweiten Woche eines jeden Monats erhoben, sodass der Effekt nicht vollständig von den Märzzahlen erfasst werde, sondern auch in die Aprilstatistik hineinspielen werde. Einen kräftigen Inflationsschub werde es heute dennoch geben und die Jahresrate werde wohl klar über die Marke von drei Prozent steigen.
Wichtig werde in diesem Zusammenhang auch die Entwicklung abseitig der Energiepreise sein, denn über einen reinen externen (Ölpreis-)Schock könnte die US-Notenbank hinwegsehen. Unglücklicherweise treffe der Anstieg der Energiepreise die Verbraucher in einer Situation, in der auch die Kernpreise weiter zulegen würden und ein Anstieg der entsprechenden Jahresrate werde erwartet. Auch wenn die Kernrate noch unter der 3%-Marke liegen dürfte, würden die FOMC-Mitglieder dies eher mit Besorgnis zur Kenntnis nehmen. Hohe Energiepreise (vor allem an den Tankstellen) würden in der Regel auch die Konsumlaune der US-Amerikaner belasten. Das heute anstehende Michigan Sentiment (vorläufig) dürfte dies untermauern. Eine Enttäuschung gegenüber der Konsensschätzung könne nicht ausgeschlossen werden. So hätten andere Verbraucherumfragen zuletzt bereits deutlich nachgegeben, zumal auch die Aktienmärkte in den letzten Wochen einem verstärkten Abwärtsdruck ausgesetzt gewesen seien und die Zustimmungsrate zu Trumps Politik jüngst ein Tief erreicht habe. (10.04.2026/alc/a/a)
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