Linz (www.anleihencheck.de) - Die Primäraufgabe der Ungarischen Zentralbank (MNB) ist neben der Finanzstabilität die Sicherstellung der Preisstabilität, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.
In Zeiten volatiler Rohstoffmärkte bedeute dies die konsequente Anpassung der Leitzinsen an Inflationsrisiken. Ende März habe die Notenbank den Leitzins bei 6,25% belassen, während der Inflationsausblick für 2026 von 3,2% auf 3,8% angehoben worden sei. Einige Volkswirte würden im Jahresverlauf sogar Raten über 5% erwarten.
Geopolitische Risiken und Energiepreise
Strategie: Sicherung des Realzinses
Ein positiver Realzins (Zinsdifferenz zur Inflation) sei entscheidend, um den Ungarischen Forint (HUF) zu stärken. Da Ungarn einen Großteil seines Energiebedarfs importiere - Erdöl zu ca. 38% und Erdgas zu rund 30%, größtenteils aus Russland - verbillige ein starker Forint diese Importe direkt.
Ausblick und Kursziele
Oberbank rechne damit, dass die MNB bestrebt bleibe, dieses positive Zinsdelta beizubehalten, um den Forint zu stützen und drohende Preissteigerungen abzufedern. In diesem Szenario halte Oberbank EUR/HUF-Kurse bis in den Bereich von 360 für möglich. (09.04.2026/alc/a/a)
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