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09.04.26 08:45
Geldpolitik bleibt spannend: Euroraum mit Preisrückgang, USA mit Inflationsblick

Hannover (www.anleihencheck.de) - Die Industrieerzeugerpreise sind im Februar 2026 im Euroraum gegenüber dem Vormonat um 0,7% und in der EU um 0,5% gesunken, nachdem sie im Januar in beiden Regionen noch um jeweils 0,8% gestiegen waren, so die Analysten der NORD/LB in ihrer aktuellen Ausgabe von "NORD/LB am Morgen".

Im Jahresvergleich hätten die Erzeugerpreise im Februar ebenfalls deutlich niedriger gelegen: Im Euroraum seien sie um 3,0%, in der EU um 2,7% gegenüber Februar 2025 gefallen.

Die US-Notenbank lasse ihren künftigen Zinskurs offen. Aus dem FOMC-Protokoll der März-Sitzung gehe hervor, dass Zinsschritte erst erfolgen sollten, wenn klarer sei, ob Inflation oder Arbeitsmarkt das größere Risiko darstellen würden. Einige Notenbanker hätten angesichts der weiter über dem Ziel von zwei Prozent liegenden Inflation - auch wegen der Folgen des Iran-Krieges - zwar Zinserhöhungen für möglich gehalten. Zinssenkungen würden jedoch Teil des Basisszenarios bleiben.

Tagesausblick: Der heutige Handelstag stehe - neben den geopolitischen Themen - mit dem PCE-Deflator im Zeichen von Inflationsdaten aus den USA. Die Analysten der NORD/LB würden für den Februar von einer leicht erhöhten, aber nicht stark ins Gewicht fallenden, Preissteigerungsrate ausgehen. Der Folgemonat werde ohnehin spannender und dürfte für die Geldpolitiker in Washington von höherem Interesse sein. Aus unserer Sicht werde die "Wait-and-See"-Strategie mindestens bis zum Wechsel an der Spitze der Fed anhalten. (09.04.2026/alc/a/a)


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