Bonn (www.anleihencheck.de) - Die geldpolitische Sitzung (MPC) der Reserve Bank of India im April findet in einem anspruchsvolleren Umfeld statt, da der Konflikt im Iran die Ölpreise nach oben getrieben und damit erneut Risiken durch importierte Inflation in ein ansonsten robustes inländisches makroökonomisches Umfeld eingebracht hat, so die Analysten von Postbank Research in ihrer aktuellen Ausgabe von "PERSPEKTIVEN Week up front".
Zwar liege die Gesamtinflation weiterhin innerhalb des Toleranzbandes der RBI, doch Wechselkursdruck und steigende Energiekosten würden den geldpolitischen Ausblick verkomplizieren. Allgemein werde erwartet, dass die Zentralbank den Leitzins (Repo-Satz) unverändert bei 5,25% belasse und an ihrer neutralen Ausrichtung festhalte - ein Signal erhöhter Wachsamkeit, jedoch ohne unmittelbare geldpolitische Reaktion. Die Märkte würden insbesondere auf die Einschätzung der RBI zu Zweitrundeneffekten bei der Inflation, zur Wechselkurspolitik sowie auf Hinweise achten, ob die aktuelle Pause das Ende des Lockerungszyklus markiere.
Der gestern veröffentlichte Dienstleistungs-PMI für März sei auf 57,5 zurückgegangen und habe damit das geringste Expansionstempo seit 14 Monaten verzeichnet. Zudem würden sich die Blicke der Märkte auf die Export- und Kreditwachstumsdaten richten, die im Laufe dieser Woche veröffentlicht würden. Diese dürften Aufschluss darüber geben, ob die inländische Nachfrage weiterhin stark genug sei, um steigende externe und energiegetriebene Belastungen abzufedern.
Fazit: Die RBI dürfte vorerst abwarten und Stabilität priorisieren, während sie bewerte, ob sich der Energieschock als vorübergehend erweise oder dauerhafter in den Inflationsprozess einspeise. (07.04.2026/alc/a/a)
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