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07.04.26 13:14
Japan besonders anfällig für Hormus-Schock - Zinserhöhung rückt näher

Bonn (www.anleihencheck.de) - Japan wird in dieser Woche die Daten zum Verbrauchervertrauen für März sowie zur Erzeugerpreisinflation (PPI) veröffentlichen, so die Analysten von Postbank Research in ihrer aktuellen Ausgabe von "PERSPEKTIVEN Week up front".

Die infolge des Nahost-Konflikts gestiegenen Öl- und Gaspreise könnten die makroökonomischen Daten Japans in diesem Monat bereits beeinflusst haben. Der Index des Verbrauchervertrauens sei im Februar auf 40 Punkte gestiegen (nach 37,9 Punkten im Januar) und habe damit den höchsten Stand seit Anfang 2019 erreicht. Treiber seien eine verbesserte Einschätzung der Haushalte hinsichtlich Einkommensentwicklung und Arbeitsmarktausblick gewesen. Für März würden die Analysten von Postbank Research jedoch mit einer leichten Eintrübung der Konsumentenstimmung rechnen, bedingt durch die höheren Energiepreise. Die Erzeugerpreise (PPI) hätten im Februar bei niedrigen 2,0% gelegen (nach 2,3% im Januar), dürften im März jedoch aufgrund der gestiegenen importierten Energiepreise deutlich angezogen haben.

Fazit: Japan sei besonders anfällig für eine Schließung der Straße von Hormus, da der Großteil der Öl- und Gasimporte aus dem Nahen Osten stamme. Japanische Aktienmärkte hätten sich in den vergangenen Wochen sehr volatil gezeigt, getrieben von Sorgen über die Energieversorgung. Der Japanische Yen sei schwach gewesen, während die Renditen japanischer Staatsanleihen im Zuge der Marktvolatilität gestiegen seien. Vor dem Hintergrund des zunehmenden Inflationsdrucks würden die Analysten von Postbank Research erwarten, dass die Bank of Japan in den kommenden Monaten die Zinsen anheben werde. (07.04.2026/alc/a/a)


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