Bonn (www.anleihencheck.de) - Zu Beginn des Jahres stagnierte die britische Wirtschaft, so Postbank Research.
Nach einem monatlichen BIP-Zuwachs um 0,1% im Dezember hätten die Analysten im Konsens mit einem Plus von 0,2% gerechnet. Während die Industrieproduktion insgesamt um 0,1% geschrumpft sei, habe sich das verarbeitende Gewerbe nach einem schwachen Vormonat leicht erholt gezeigt.
Im Februar habe sich die jährliche Inflation mit 3,0% erwartungsgemäß auf dem Niveau des Vormonats stabilisiert. Allerdings dürfte es in den kommenden Monaten aufgrund der drastisch angestiegenen Energiepreise wieder aufwärtsgehen. Die jährliche Kernrate habe entgegen der erwarteten Stagnation leicht von 3,1% auf 3,2% zugelegt.
Auf ihrer Märzsitzung habe die Bank of England den Leitzins erwartungsgemäß bei 3,75% belassen. Zugleich habe sie die Inflationsaussichten für die nächsten Quartale von 2,0 auf 3,0 bis 3,5% deutlich angehoben. Die Märkte hätten zuvor antizipierte Leitzinssenkungen ausgepreist und würden bis Ende 2026 nun sogar mindestens zwei Zinsanhebungen um jeweils 25 bp. erwarten.
Dies könnte sich angesichts der schwächelnden Konjunktur und möglicher wachstumshemmender höherer Energiekosten als übertrieben erweisen. Vor diesem Hintergrund könnte sich das Pfund bis Ende des dritten Quartals 2026 zum Euro in Richtung EUR/GBP 0,88 abschwächen. (Währungsbulletin April 2026) (07.04.2026/alc/a/a)
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