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02.04.26 12:37
US-Dollar profitiert nur moderat von geopolitischer Lage - Leitzinssenkungen ausgepreist

Bonn (www.anleihencheck.de) - Die Inflationsrate der US-Verbraucherpreise verharre im Februar unverändert bei 2,4% und in der Kernrate ebenfalls erwartungsgemäß bei 2,5%, so die Analysten von Postbank Research.

Die PCE-Kernrate sei jedoch im Januar weiter von 3,0% auf 3,1% gestiegen.

Der US-Arbeitsmarktreport für den Februar habe die Erwartungen hingegen kräftig verfehlt: Die Anzahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft sei um 92.000 gesunken, der Marktkonsens habe einen Anstieg um 55.000 erwartet. Die US-Arbeitslosenquote sei von 4,3% auf 4,4% gestiegen.

Der ISM-Index des verarbeitenden Gewerbes in den USA sei im Februar leicht von 52,6 auf 52,4 Punkte gesunken, der Subindex der bezahlten Preise sei stark gestiegen, der für Neuaufträge habe leicht von 57,1 auf 55,8 Zähler nachgegeben, der für die Beschäftigung sei von 48,1 auf 48,8 gestiegen. Der ISM-Index der Dienstleistungen sei von 53,8 auf 56,1 gesprungen. Hier hätten der Subindex für die Neuaufträge kräftig und der für die Beschäftigung moderat zugelegt.

Der Uni of Michigan-Index habe Mitte März aufgrund des Nahost-Konfliktes moderat nachgegeben, obwohl sich die stark steigenden Benzinpreise noch nicht in den Inflationserwartungen der US-Verbraucher widergespiegelt hätten.

Die Swapmärkte hätten reagiert: Die vor der Eskalation im Nahen Osten eingepreisten 50 bp an Fed-Zinssenkungen seien komplett ausgepreist worden.

Der US-Dollar habe zum Euro infolge des Nahost-Konfliktes bis auf EUR/USD 1,138 - ein Neun-Monats-Hoch - aufgewertet, habe aber anschließend wieder Richtung EUR/USD 1,16 nachgegeben. Sofern die Lage im Nahen Osten zeitnah deeskaliert werde, dürfte der Euro bis Ende September in Richtung 1.10 EUR/USD 1,225 aufwerten. (Währungsbulletin April 2026) (02.04.2026/alc/a/a)


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