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01.04.26 15:23
Energiekosten treiben Inflation in der Eurozone - andere Sektoren sind rückläufig

Zürich (www.anleihencheck.de) - Wie erwartet stieg die Inflation in der Eurozone im März, so David Kohl, Chief Economist bei Julius Bär.

Hohe Energiekosten würden dabei eine rückläufige Inflation in anderen Sektoren verdecken. Die EZB dürfte ihre Geldpolitik vorerst unverändert beibehalten.

Die Inflation in der Eurozone sei laut der Schnellschätzung von Eurostat im März auf 2,5% gestiegen, nach 1,9% im Februar. Der Anstieg der Gesamtinflation sei weitgehend erwartet worden und sei fast ausschließlich durch eine drastische Wende bei der Energieinflation getrieben worden, die nach -3,1% im Vormonat auf 4,9% im Jahresvergleich gesprungen sei.

Wichtig sei, dass sich andere wichtige Inflationskategorien weiter abgeschwächt hätten. Die Dienstleistungsinflation sei von 3,4% auf 3,2% zurückgegangen, die Preise für Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak seien von 2,5% auf 2,4% gesunken, und die Preise für Industriegüter ohne Energie seien von 0,7% auf 0,5% gesunken. Die Kerninflation, die Energie und Lebensmittel ausschließe, sei leicht auf 2,3% gefallen und habe damit unter den Erwartungen gelegen.

Diese Rückgänge untermauerten die Einschätzung, dass der zugrunde liegende Preisdruck im Euroraum weiterhin einen Abwärtstrend zeige. Insgesamt deuteten die Daten auf einen vorübergehenden, energiebedingten Anstieg hin, den die EZB bereits antizipiert habe. Wir hielten an unserer Einschätzung fest, dass die Zentralbank die Leitzinsen in naher Zukunft unverändert lassen werde - obwohl sie sich bei weiter steigender Inflation sicherlich reaktionsbereit zeigen werde, etwa wenn der Krieg zu anhaltenden Versorgungsengpässen führen sollte (01.04.2026/alc/a/a)



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