Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Der Nahost-Krieg beherrscht die Schlagzeilen und beeinflusst die Entwicklung an den Finanzmärkten, so die Analysten der Helaba.
Marktteilnehmer würden auf ein nahendes Ende der Kriegshandlungen hoffen, die Risikobereitschaft habe zuletzt zugenommen. Präsident Trump wolle morgen um 03:00 Uhr MESZ eine wichtige Rede dazu halten. Trotz anhaltend hoher Energiepreise hätten die Renditen den Rückwärtsgang eingelegt. Verantwortlich dafür dürfte neben dem Hoffen auf ein baldiges Kriegsende auch gewesen sein, dass die Zinserhöhungserwartungen vonseiten der US-Notenbank und der Europäischen Zentralbank gedämpft worden seien. Einigkeit gebe es bei den Währungshütern aber nicht. Eine Erhöhung der EZB-Zinsen im April werde mit einer Wahrscheinlichkeit von "nur" noch 50% gehandelt, bezüglich der Fed werde ein Schritt im April ausgeschlossen.
Die Kurse deutscher Staatsanleihen seien kräftig gestiegen und der richtungsweisende Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) habe im Hoch bei 125,98 notiert. Damit stehe der Widerstand bei 125,90 im Test. Weitere Hürden seien nun an der 21-Tagelinie bei 126,08, an den Zwischenhochs bei 126,11 und 126,85 sowie an der 55-Tagelinie bei 127,03 zu finden. Unterstützung gebe es unverändert bei 124,25 und um 124.00.
Der Euro habe zum US-Dollar mit den Hoffnungen auf ein baldiges Kriegsende in Nahost zugelegt. Zudem sei anzumerken, dass sich die Renditen in der letzten Zeit auch zulasten des US-Dollars entwickelt hätten - der US-Renditevorteil sei kleiner geworden. Dies sollte den Euro dabei helfen, einen Boden oberhalb des Mitte März markierten Jahrestiefs (1,1411) auszubilden. Danach sehe es derzeit aus. Wichtig wäre es nun aber, die Durchschnittslinien zu überwinden. Bei der 21-Tagelinie (1,1554) habe es bereits geklappt, die restlichen seien im Bereich von 1,1676 bis 1,1707 zu finden. (01.04.2026/alc/a/a)
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