Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Der Nahost-Krieg bleibt das beherrschende Thema an den Finanzmärkten, so die Analysten der Helaba.
Dabei schlage das Pendel mal in Richtung Eskalation des Konflikts, mal in Richtung Deeskalation und Bemühungen um eine diplomatische Lösung aus. Die Verunsicherung bleibe groß und die Volatilität sei erhöht. Immerhin sei die Risikoaversion zu Anfang der Woche nicht weiter gestiegen, wenngleich die Öl- und Gaspreise erneut zugelegt hätten und US-Präsident Trump mit der Vernichtung der iranischen Ölinsel Charg gedroht habe. Seine Aussagen würden aber zwischen Drohungen und Diplomatie schwanken und sie dürften inzwischen mit einer gewissen Skepsis betrachtet werden. Der gemeldete INFLATIONSANSTIEG in Deutschland auf 2,7% sei zu erwarten gewesen und habe keine tiefen Spuren an den Finanzmärkten hinterlassen.
Die Kurse deutscher Staatsanleihen hätten sich erholt, wohl auch, weil EZB-Vertreter (Schnabel, Lane) sich gegen schnelle Zinserhöhungen ausgesprochen hätten. Dennoch könne von technischer Seite noch keine Entwarnung gegeben werden, denn mit Blick auf den richtungsweisenden Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) sei der Abwärtstrend intakt. Unterstützungen seien am jüngst markierten Kontrakttief bei 124,25 und um 124,00 zu finden. Widerstand gebe es bei 125,68/90, gefolgt von der 21-Tagelinie bei 126,17. Die Renditen hätten zunächst keine neuen Hochs ausgebildet und der Verflachungstrend der Bundkurve scheine vorerst beendet zu sein; der 10/2-Renditespread pendle derzeit um 40 Basispunkte.
Zur Schwäche neige der Euro, nachdem er gegenüber dem US-Dollar mehrfach daran gescheitert sei, die 21-Tagelinie zu überwinden. Diese liefere einen ersten Widerstand bei 1,1553, gefolgt von den anderen Durchschnittslinien, die dicht beieinander im Bereich von 1,1676 bis 1,1707 zu finden seien. Unterstützung zeige sich am bisherigen Jahrestief, das Mitte März bei 1,1411 markiert worden sei. (31.03.2026/alc/a/a)
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