Bonn (www.anleihencheck.de) - Japan wird in dieser Woche den Tokioter Verbraucherpreisindex (CPI) sowie die Tankan-Stimmungsindikatoren für das verarbeitende Gewerbe für März veröffentlichen, so Postbank Research
Dies würden die ersten makroökonomischen Datenpunkte sein, anhand derer sich die Auswirkungen des Nahostkonflikts auf die japanische Wirtschaft beurteilen lassen würden. Der Tokioter CPI - ein Frühindikator für den landesweiten Verbraucherpreisindex - habe in den ersten beiden Monaten des Jahres mit rund 1,5% weiterhin niedrig gelegen, könnte im März jedoch aufgrund des deutlichen Anstiegs der Öl- und Gaspreise seit Ausbruch des Nahostkonflikts nach oben tendieren. Zwar habe Japan begonnen, seine Ölreserven freizugeben, um Versorgungsengpässe zu lindern, doch dürfte die Inflation mit den höheren Energiepreisen bereits angezogen haben. Auch die Tankan-Indices, die die Stimmung in der Industrie messen würden, könnten durch die Lage im Nahen Osten beeinflusst werden.
Fazit: Auf der jüngsten geldpolitischen Sitzung sei die Bank of Japan angesichts zunehmender geopolitischer Risiken dovish geblieben und habe den Leitzins unverändert gelassen. Da die Inflation jedoch ab März anziehen könnte und der JPY schwächer geworden sei, halte Postbank Research es für möglich, dass die BoJ bald Zinserhöhungen in Erwägung ziehe.
Kurzfristig erwarte man, dass japanische Aktien sehr volatil bleiben würden, da sich eine Wiederöffnung der Straße von Hormus voraussichtlich noch hinziehen werde. (PERSPEKTIVEN Week up front vom 30.03.2026) (31.03.2026/alc/a/a)
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