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30.03.26 09:28
Nahost-Spannungen belasten Märkte: Euro schwach, Anleiherenditen auf 15-Jahres-Hoch

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Ereignisse im Nahen Osten bleiben der bestimmende Faktor an den Finanzmärkten, so die Analysten der Helaba.

In Abhängigkeit von der Nachrichtenlage würden sich Phasen der Entspannung mit Phasen erhöhter Risikoaversion abwechseln. Entsprechend seien die Kursschwankungen zum Teil enorm. Das werde sich vermutlich nicht so schnell ändern. Die mit dem Energiepreisschub einhergehenden Inflationssorgen würden zu einem kräftigen Renditeanstieg beitragen. Bundesanleihen mit 10-jähriger Laufzeit hätten mit 3,13% das höchste Niveau seit etwa 15 Jahren erreicht, 2-jährige Renditen seien bis auf 2,77% gestiegen, seien im weiteren Verlauf aber wieder zurückgekommen. Die Bundkurve weise mit einem 10/2-Spread von zeitweise unter 35 Basispunkten ein sehr flaches Niveau auf, zuletzt sei es aber zu einer leichten Versteilung gekommen.

Der richtungsweisende Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) habe bei 124,25 ein neues Kontrakttief markiert und damit den Abwärtstrend bestätigt. Auch die Fibonacci-Projektion bei 124,52 habe keine Unterstützung bieten können. Insofern scheine weiteres Potenzial nach unten vorhanden zu sein. Einen ersten Widerstand gebe es bei 125,68/90, gefolgt von der 21-Tagelinie bei 126,31.

Der Euro tendiere zum US-Dollar zur Schwäche, nachdem seine letzten Erholungsversuche stets gescheitert seien. Die Ereignisse im Nahen Osten und die erhöhte Verunsicherung würden eher dem US-Dollar Unterstützung liefern, der Euro habe das Nachsehen. Die 21-Tagelinie (1,1565) habe nur phasenweise überschritten werden können. Weitere Hürden gebe es in Form der 55-, 100- und 200-Tagelinien, die heute bei 1,1677, 1,1691 und bei 1,1711 verlaufen würden. Unterstützungen würden die Analysten der Helaba unverändert um 1,1500 und bei 1,1411 lokalisieren. (30.03.2026/alc/a/a)


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