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30.03.26 08:57
Iran-Krieg treibt Inflationserwartungen: Bund-Renditen klettern weiter

Hannover (www.anleihencheck.de) - Die meiste Aufmerksamkeit unter den Konjunkturindikatoren dürfte in dieser Woche den zentralen US-Arbeitsmarktdaten am Freitag gelten, konkret den neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft, so die Analysten der NORD/LB in ihrer aktuellen Ausgabe von "NORD/LB am Morgen".

Anzeichen einer weiteren Abschwächung des US-Arbeitsmarktes würden der Fed ausgerechnet in der aktuellen Phase die Arbeit weiter erschweren und die Zinserwartungen nochmals dynamisieren. Zuvor würden im Wochenverlauf aber die Schnellschätzungen zur Inflation im März in den Fokus rücken, zunächst für Deutschland und anschließend für die Eurozone. Dabei werde man sich nun auf eine Phase höherer Inflationsraten einstellen müssen. Flankiert werde die Woche zudem von zahlreichen Auftritten von Fed-Vertretern.

Spekulationen auf einen deutlichen Inflationsanstieg infolge des Iran-Kriegs würden die Renditen der deutschen Staatsanleihen weiter in die Höhe treiben. Die Verzinsung der zehnjährigen deutschen Staatsbonds sei auf 3,13% nach 3,06% im Schlusskurs vom Vortag geklettert. Das sei der höchste Stand seit 15 Jahren. Zweijährige deutsche Papiere würden in der Spitze 2,7710% abwerfen nach 2,7130 am Tag zuvor. Angesichts der steigenden Energiepreise, die die Teuerung anheizen dürften, hätten die Märkte zuletzt verstärkt auf Zinserhöhungen der EZB gesetzt. Bundesbankchef Nagel habe eine Zinserhöhung der EZB im April als eine Option bezeichnet. (30.03.2026/alc/a/a)


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