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27.03.26 12:39
Rally-Stopp trotz Zinserhöhungen - Zunehmende Nervosität bremst den Australischen Dollar aus

Paris (www.anleihencheck.de) - Der Australische Dollar hat seine seit Jahresbeginn anhaltende Rally vorerst unterbrochen, so die Analysten der BNP Paribas in ihrer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate weekly".

Habe ein Euro vor circa zwei Wochen noch knapp 1,62 Australische Dollar gekostet, hätten Devisenhändler zuletzt rund 1,66 AUD je Euro zahlen müssen. Der im Fachjargon so genannte Aussie-Dollar gelte als zyklische, rohstoffnahe Währung. In Phasen erhöhter Unsicherheit oder geopolitischer Spannungen werde Kapital eher aus solchen Währungen abgezogen und in stabilere Währungsräume wie die Eurozone umgeschichtet. Der Abwärtsbewegung habe selbst die jüngste Zinserhöhung nichts entgegensetzen können. Die Reserve Bank of Australia rechne mit einer hartnäckigen Teuerung durch die hohen Ölpreise und habe die Zinsen am 17. März zum zweiten Mal in Folge angehoben, auf nun 4,10%.

Die Währungshüter würden es für wahrscheinlich halten, dass die Inflation in Australien auf Jahressicht über den Zielkorridor von 2 bis 3% hinaus ansteigen könnte. Und einige Ökonomen würden inzwischen sogar eine Teuerungsrate von bis zu 5% nicht ausschließen. Mit dem jüngsten Zinsschritt habe sich die Zinsdifferenz zugunsten des Australischen Dollar weiter ausgeweitet, da die EZB zunächst von einer Erhöhung abgesehen habe. Zwar würden die anhaltenden Unsicherheiten rund um den Iran-Krieg zunächst den Euro begünstigen, doch der übergeordnete Aufwärtstrend der australischen Währung dürfte erst dann nachhaltig gebrochen werden, wenn die EZB ihrerseits die Zinsen anhebe. (27.03.2026/alc/a/a)


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