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23.03.26 08:37
Kriegssorgen erhöhen Inflationsrisiken deutlich - Bund Future fällt, Euro stabilisiert sich

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die letzte Woche war geprägt von einer neuen Welle der Verunsicherung im Zusammenhang mit den Angriffen auf Energieförderanlagen am Persischen Golf, so die Analysten der Helaba.

In Qatar sei beispielsweise berichtet worden, dass 17% der LNG-Förderung für bis zu fünf Jahre gestört seien. Die Gaspreise seien in der Folge erneut deutlich gestiegen und lägen nun rund doppelt so hoch wie vor dem Ausbruch des Krieges. Auch die Ölnotierungen in Europa hätten phasenweise erneut bis auf knapp 120 USD/Fass zugelegt. Die Sorgen vor den inflationären und konjunkturellen Folgen hätten daher deutlich zugenommen. Währenddessen hätten die wichtigen Notenbanken die Leitzinsen zunächst unverändert gelassen und auf Risiken verwiesen. Die EZB habe zum Ausdruck gebracht, dass es zu früh sei für eine geldpolitische Reaktion, eine weitere Verschlechterung der Inflationsperspektiven würde aber den Druck in Richtung Zinserhöhung im April steigen lassen. Derweil gebe es kein Zeichen für ein baldiges Kriegsende und so werde auch der Wochenbeginn von dem Thema dominiert.

Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) habe sich in der Vorwoche nicht nachhaltig erholen können und habe in der Folge Kursverluste erlitten. Ein neues Kontrakttief bei 124,85 sei heute im frühen Handel markiert worden. Indikatoren wie DMI und MACD würden weiterhin zur Vorsicht mahnen und ein Abrutschen in Richtung 124,52 (138,2%) sei nicht auszuschließen. Derweil steige der Stochastic im überverkauften Bereich an und Widerstände würden sich am Impulshoch bei 126,85 sowie um 127,20 zeigen, wo sich die 21- und die 55-Tagelinie kreuzen würden.

Per saldo habe der Euro zum US-Dollar in der Vorwoche Boden gut gemacht und die technische Ausgangslage habe sich daher etwas verbessert. So habe das Tief der Vorwoche bei 1,1443 gelegen und damit über dem jüngsten Impulstief (1,1411). Zudem würden Indikatoren wie RSI und Stochastic ansteigen. Auch der MACD drehe gen Norden und stehe kurz davor, seine Signallinie zu überwinden. Der DMI stehe noch auf Verkauf, der ADX steige aber nicht mehr. Die Devisenmarktakteure könnten oberhalb des Hochs vom letzten Donnerstag (1,1616) die Hürden in Form der gleitenden Durchschnitte ins Visier nehmen: 1,1623 (21T), 1,1677 (200T), 1,1691 (100T) und 1,1722 (55T). (23.03.2026/alc/a/a)


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