Hannover (www.anleihencheck.de) - Das FOMC hat den Leitzins der USA bei 3,75% belassen, so die Analysten der Nord LB.
Ein Schritt nach unten hätte angesichts der globalen Inflationsdynamik sicherlich auch etwas fehl am Platz gewirkt. Bei den Erwartungen zur Leitzinsentwicklung hätten die Notenbanker ihre Meinung bislang kaum geändert. Die Inflationserwartung sei für das aktuelle Jahr zwar etwas angehoben worden, ein Hindernis für Zinssenkungen sollte dies allerdings nicht darstellen, denn der Realzins sollte weiterhin genügend Raum für eine geldpolitische Lockerung lassen. Spätestens ab dem Halbjahreswechsel sollte die Fed Funds Target Rate gesenkt werden können.
Die EZB habe wie erwartet im März ihre Leitzinsen noch nicht verändert, der Einlagesatz verharre vorerst bei 2,00%. Der Irankrieg verändere aber die Ausgangslage fundamental, mit deutlich höheren Inflationsrisiken sowie konjunkturellen Abwärtsrisiken. Dies lasse ein bis zwei Zinserhöhungen im Jahresverlauf nicht unrealistisch erscheinen.
Auch die Schweizerische Nationalbank habe gestern ihren Leitzins unverändert belassen (hier: 0,00%). Auch bleibe es beim Zinsabschlag von 0,25% auf Überschussreserven von Banken. Nahtlos reihe sich auch die Bank of England ein, die ihren Leitzins ebenfalls unverändert gelassen habe (3,75%). Anders als sonst üblich sei die Entscheidung gestern einstimmig gefallen.
Nach dem gestrigen Reigen an Notenbankentscheidungen könnte man heute fast schon von "Katerstimmung" beim ökonomischen Kalender sprechen, jedenfalls präsentiere dieser sich zum Ende der Handelswoche in Summe überschaubar. Mit der Produzentenpreisinflation werde für die deutsche Volkswirtschaft dennoch eine spannende Zeitreihe veröffentlicht. Mit prognostizierten 0,2% M/M sollte sich die Preissteigerungsrate aus Sicht der Analysten zahm präsentieren und die Haushalte wohl kaum belasten. Da hierbei die Februarwerte ausgewiesen würden, sollte hier jedoch der Disclaimer "Die Ruhe vor dem Sturm" angebracht werden, denn die zu erwartende Energiepreisinflation stehe in chronologischer Folge erst noch an und dürfte im März umso sichtbarer werden.
Infolge der stark steigenden Energiepreise habe die EZB Geschlossenheit im Kampf gegen die Inflation signalisiert. Dies lasse den EUR spürbar steigen.
Edelmetalle als "zinslose Anlage" würden im aktuellen Umfeld deutlich abwerten. (20.03.2026/alc/a/a)
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