Brüssel (www.anleihencheck.de) - Um ihre ernsthafte Besorgnis hinsichtlich der Inflationsrisiken im Zuge des Kriegs im Iran zu unterstreichen, hat die Bank of England deutliche Maßnahmen ergriffen, so Matthew Ryan, Head of Market Strategy bei Ebury.
Ihre Entscheidung, die Zinsen unverändert zu lassen, sei einstimmig gefallen. Das zeige, dass selbst die extrem zurückhaltenden Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses (MPC) angesichts des jüngsten Anstiegs der Öl- und Gaspreise auf der Hut seien. Zudem habe der Ausschuss die Inflationsprognosen nach oben korrigiert. Die Geldpolitik müsse als Reaktion auf den Krieg möglicherweise restriktiver ausfallen, so die Warnung des MPC. Zinserhöhungen könnten in nicht allzu ferner Zukunft erforderlich werden.
Zweifellos habe sich das Risikogleichgewicht entscheidend in Richtung Zinserhöhungen statt Zinssenkungen verschoben, wobei sich die Märkte auf die Möglichkeit einer Zinserhöhung bereits bei der nächsten Sitzung im April einstellen würden.
Die erste Einschätzung von Ebury laute, dass dies etwas zu aggressiv sein könnte, obwohl natürlich viel von der Entwicklung der Ölpreise in den kommenden Wochen abhänge. Während der MPC normalerweise Schocks auf der Angebotsseite ignorieren würde, deute die Tatsache, dass die Verantwortlichen angesichts des erhöhten Risikos von Inflations-Zweitrundeneffekten "in Alarmbereitschaft" seien, darauf hin, dass die Bank möglicherweise nicht lange untätig bleiben werde. (20.03.2026/alc/a/a)
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