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20.03.26 09:27
Heute im Fokus: Notenbanken und Sorgenfalten

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die europäischen Notenbanken haben allesamt eine ruhige Hand bewahrt und trotz der Inflationsrisiken aufgrund der hohen Energiepreise das Leitzinsniveau nicht verändert, so die Analysten der Helaba.

Verbal sei bei der EZB zwar auf die bestehenden Risiken hingewiesen worden und die EZB wolle entschlossen gegen zu hohe Inflation vorgehen. Jedoch scheine bei den Notenbankern die Einschätzung vorzuherrschen, wonach die Entwicklungen im Nahen Osten und an den Rohstoffmärkten zunächst abgewartet werden müssten. Hinweise auf eine unmittelbar bevorstehende Zinserhöhung habe es nicht gegeben.

Die Sorgenfalten nicht nur der Marktteilnehmer seien gestern wieder deutlich größer geworden, nachdem Angriffe auf Energieanlagen am Persischen Golf die Angst vor Versorgungsengpässen erhöht hätten. Dies stelle eine erneute Eskalation der Auseinandersetzungen dar und habe das Marktgeschehen am gestrigen Tag dominiert. Die Aktienkurse seien bereits zur Eröffnung unter Druck geraten, während sich die Rentenmärkte im späteren Verlauf hätten stabilisieren können.

Aufseiten der Datenveröffentlichungen bleibe es heute ruhig. Nur die deutschen Erzeugerpreise stünden im Kalender. Es handle sich um Februarwerte und angesichts der stark gestiegenen Energiepreise würden sie nur ein unzulängliches Bild von der aktuellen Inflationssituation liefern. Auswirkungen auf die Finanzmärkte seien daher nicht zu erwarten. Wenig Impulse würden die Analysten auch von der Rede des Bundesbankpräsidenten Nagel erwarten. Die EZB habe ihre Position erst gestern klargemacht und daran werde sich bis heute nichts geändert haben. (20.03.2026/alc/a/a)


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