Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die großen Notenbanken haben ihre Geldpolitik in dieser Woche nicht verändert. Zinssenkungen scheinen in Anbetracht der Ereignisse im Nahen Osten und der massiv gestiegenen Energiepreise vorerst vom Tisch zu sein, so die Analysten der Helaba.
Für Bewegung an den Finanzmärkten würden die Schlagzeilen zum Iran-Krieg sorgen. Die Risikoaversion habe angesichts der gegenseitigen Angriffe auf die Energieinfrastruktur und weiteren Drohungen nochmals zugenommen. Die Öl- und Gaspreise seien teilweise wieder deutlich gestiegen, die Aktienmärkte hätten massive Abschläge verzeichnet und auch am Rentenmarkt seien die Kurse zunächst nach unten gegangen. Die Kursschwankungen seien zum Teil enorm gewesen.
Die Renditen von Bundesanleihen seien über den gesamten Laufzeitbereich gestiegen. 10-jährige Papiere hätten die 3%-Marke zeitweise übersprungen und die Renditen von 2-jährigen Anleihen seien in der Spitze um mehr als 15 Basispunkte und phasenweise über 2,60% gestiegen. Dies sei das höchste Niveau seit Mitte 2024 gewesen. Zwar sei es im weiteren Handelsverlauf zu einer Korrektur gekommen, die Bundkurve habe sich aber mit einem 10/2-Renditespread von unter 40 Basispunkten dynamisch verflacht. Der richtungsweisende Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) habe bei 125,46 ein neues Kontrakttief markiert, habe sich im weiteren Verlauf aber deutlich erholen können. Der Abwärtsimpuls sei dennoch intakt und Potenzial bis 124,52 vorhanden. Widerstände gebe es am letzten Impulshoch bei 126,85, sowie an den 55- und 21-Tagelinien bei 127,28 bzw. 127,35.
Der Euro habe sich von seiner anfänglichen Schwäche erholen können, wohl auch, weil marktseitig zunehmend auf steigende Leitzinsen seitens der Europäischen Zentralbank gesetzt werde. Der Renditevorteil der USA gegenüber der Eurozone sei kleiner geworden. Zudem könne positiv hervorgehoben werden, dass die letzten Tiefs bei 1,1411 und die Unterstützung bei 1,1392 nicht unterschritten worden seien. Widerstand gebe es an den Anfang März unterschrittenen Durchschnittslinien, die im Bereich von 1,1632 bis 1,1724 zu finden seien. (20.03.2026/alc/a/a)
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