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18.03.26 15:05
Geldpolitik: Iran-Konflikt zwingt Fed zum Abwarten

Dublin (www.anleihencheck.de) - Daniel Loughney, Anleihechef bei Mediolanum International Funds, kommentiert die anstehende Sitzung der Federal Reserve.

Schon vor den Ereignissen am Golf sei erwartet worden, dass die Federal Reserve (Fed) bei ihrer Sitzung in dieser Woche die Zinsen unverändert lassen werde. Das stehe jetzt außer Zweifel. Da die jüngsten Konjunkturdaten eine anhaltende Desinflation und eine Verschlechterung auf dem Arbeitsmarkt zeigen würden, hätten die Experten von Mediolanum International Funds dennoch damit gerechnet, dass der Offenmarktausschuss eine lockere geldpolitische Haltung signalisieren werde.

Dies werde nun nicht der Fall sein und die Experten von Mediolanum International Funds würden davon ausgehen, dass die Fed eine vorsichtige, abwartende Haltung signalisieren werde. In ihrer Erklärung würden die Währungshüter wahrscheinlich auf die Risiken des Krieges eingehen und für den weiteren Zinskurs sowohl die Gefahr einer steigenden Inflation als auch die Möglichkeit einer weiteren Abschwächung am Arbeitsmarkt hervorheben.

Wenig Spielraum für Marktreaktion

Eine solche Haltung der Fed dürfte keine nennenswerte Marktreaktion auslösen. Größere Bewegungen wären aus Sicht der Experten von Mediolanum International Funds nur dann zu erwarten, wenn die Fed in ihren Projektionen den US-Inflationsindikator PCE (Personal Consumption Expenditures) deutlich höher ansetze, als der Markt bislang erwartet habe. In diesem Fall dürften die Erwartungen an baldige geldpolitische Lockerungen weiter zurückgenommen werden.

Markt habe Straffungen zu schnell eingepreist

Der Markt habe schnell reagiert und eine restriktivere Haltung der Fed als Reaktion auf den Krieg im Iran eingepreist. Die Experten von Mediolanum International Funds würden dies für nicht gerechtfertigt halten. Die inländischen Inflationserwartungen würden gedämpft bleiben und die Konjunktur trübe sich ein und werde infolge des Krieges wahrscheinlich weiter nachlassen. Ölpreise um die 100 US-Dollar würden die Nachfrage der privaten Haushalte dämpfen und die Beschäftigung abkühlen, was letztendlich den Kern-PCE-Index (Konsumgüter und Dienstleistungen) senken dürfte. Ein möglicher Renditeanstieg aufgrund der Wirtschaftsprognosen der Fed dürfte daher nicht von Dauer sein. (18.03.2026/alc/a/a)



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