Hannover (www.anleihencheck.de) - Am Dienstag hat das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) aktuelle Ergebnisse seiner monatlichen Konjunkturumfrage veröffentlicht, so die Analysten der Nord LB.
Der Irankrieg mit seinen möglichen ökonomischen Folgen habe die Stimmung der Finanzmarktexperten regelrecht schockgefrostet. Die Konjunkturerwartungen für Deutschland seien auf -0,5 Saldenpunkte abgestürzt, was einen der schärfsten Einbrüche der vergangenen dreißig Jahre darstelle. Vor allem der Energiepreisschock habe dazu geführt, dass die zuvor recht hohe Zuversicht Sorgen vor größeren negativen Auswirkungen auf Konjunktur und Inflation gewichen sei. Für die Beurteilung der ökonimischen Effekte seien jedoch die Dauer des Konflikts und das Ausmaß möglicher längerfristiger Lieferbeeinträchtigungen maßgeblich. Dies lasse sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht prognostizieren, weshalb auch die gestrigen Umfragedaten erstmal nur eine Momentaufnahme darstellten. Die EZB werde morgen wohl noch still halten - gleichwohl mit einer sehr hawkishen Kommunikation die Märkte auf mögliche kurzfristige Reaktionen vorbereiten.
Der heutige Tag stehe ganz im Fokus von Preisdaten, an den finalen Februarzahlen für die Eurozone solle sich dabei nichts ändern. Spannend werde noch einmal der Produzentenpreisindex, kurz PPI, welcher sich auf Seiten der Hersteller als eher moderat zeigen sollte. Zum Abschluss des hiesigen Handelstages werde die Fed die Leitzinsentscheidung verkünden, wobei dieser voraussichtlich nicht angepasst werden werde. Die gestiegene Inflationserwartung dürfte sich aktuell als Hemmschuh für Zinssenkungen erweisen, auch wenn die Analysten in diesem Jahr noch von einer geldpolitischen Lockerung ausgehen würden.
Über 2,90% Rendite bei 10-jährigen Bunds! Deutsche Staatanleihen seien doch irgendwie immer noch attraktiv. Wem solle man Geld leihen wenn nicht Deutschland? Zuletzt habe man solche Werte im Jahr 2011 bekommen und das sei vor der großen "EZB-What-ever-it takes-Intervention" gewesen. Renten seien am Dienstag weltweit gefragt gewesen. (Ausgabe vom 17.03.2026) (18.03.2026/alc/a/a)
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