Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Im Zentrum der Aufmerksamkeit der internationalen Finanzmärkte steht die Straße von Hormus, so die Analysten der Helaba.
Die Möglichkeiten iranischer Truppen, den Schiffsverkehr dort zu blockieren, seien weiterhin groß und eine Lösung des Problems sei noch nicht in Sicht. Kaum noch Tanker würden die Passage wagen und so würden täglich Millionen Fass für die globale Energieversorgung fehlen. Produktionsdrosselungen am Persischen Golf und die damit verbundenen Schäden würden auch mittelfristige Sorgen um die Ölproduktion aufkommen lassen. Entsprechend seien die Ölnotierungen in der zurückliegenden Woche per saldo gestiegen und Brent liege auch zum Auftakt der Woche oberhalb der 100-USD-Marke. Die damit einhergehenden Belastungen für den wirtschaftlichen Ausblick würden die Aktienkurse drücken und würden zudem die Rentenmärkte zur Schwäche neigen lassen, obwohl es nach Erachten der Analysten übertrieben sei, auf eine baldige Zinserhöhung der EZB zu setzen. Die Notenbanken befänden sich in einem Dilemma, denn der (extern) induzierte Energiepreisschock treibe nicht nur die Inflation, er reduziere auch die Wachstumsperspektiven. Die Kommunikation der Notenbanken (Fed, EZB, SNB, BoE und BoJ würden in dieser Woche tagen!) werde daher genauestens zu verfolgen sein.
Nicht nur Inflations- und Zinssorgen würden dem Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) zu schaffen machen, auch die technische Lage sei getrübt, nachdem der Future in der Vorwoche ein neues Kontrakttief bei 125,68 markiert habe, wodurch sich trotz der anschließenden Erholung Raum eröffnet habe bis 124,52, dem 138,2%-Projektionslevel des Anstiegs von 125,90 bis 129,52. MACD und DMI stünden auf Verkauf und der ADX steige. Der Stochastic liege zwar im überverkauften Bereich, bereits jetzt auf ein Ende des Abwärtsimpulses zu setzen, erscheine jedoch verfrüht.
Zum Ende der Woche habe der Euro gegenüber dem US-Dollar angesichts der anhaltenden Verunsicherung wegen der kriegsbedingt hohen Energiepreise weiter unter Druck gestanden. Im Zuge dessen seien die Novembertiefs (1,1469/91) unterschritten worden. Indikatoren wie MACD und DMI stünden auf Verkauf. Weitere Kursverluste müssten ins Kalkül gezogen werden. Die nächste Haltmarke zeige sich in Form des Augusttiefs des Jahres 2025 bei 1,1392. Widerstände würden die Analysten an den ehemaligen Unterstützungen bei 1,1507 sowie an der 100-Tagelinie bei 1,1677 lokalisieren. (16.03.2026/alc/a/a)
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