Charlotte, NC (www.anleihencheck.de) - Wir gehen davon aus, dass die US-Notenbank die Zinsen diesmal unverändert lassen wird, so Matthias Scheiber, Leiter des Bereichs Multi-Asset-Lösungen bei Allspring Global Investments.
Die Zinserwartungen seien, ähnlich wie in anderen Märkten, nach oben korrigiert worden. Im Falle der USA bedeute dies, dass der Markt nur noch höchstens eine anstelle von zwei Zinssenkungen erwarte. Allspring Global Investments halte es sogar für sehr wahrscheinlich, dass die FED überhaupt keine Zinssenkung vornehmen werde. Sollten die Energiepreise jedoch weiter steigen, würde Allspring Global Investments negative Auswirkungen auf die Stimmung der Verbraucher und Unternehmen erwarten.
Vor dem Konflikt im Mittleren Osten sei für die US-Wirtschaft eine Erholung mit einem realen BIP-Wachstum von rund 2,5 Prozent erwartet worden. Hochfrequente Indikatoren würden jedoch auf eine Verlangsamung auf unter 2 Prozent hindeuten, und die jüngsten Arbeitsmarktdaten, die zwar durch Streiks verzerrt seien, würden eine gewisse Schwäche zeigen.
Stagflationäre Tendenzen könnten die FED dazu zwingen, sich für den größten Teil des Jahres zurückzuhalten, zumal weitere fiskalische Anreize und Staatsverschuldung zur Unterstützung des privaten Sektors im Vorfeld der Zwischenwahlen nicht ausgeschlossen werden könnten.
Vorerst werde die FED die Energiepreisanstiege voraussichtlich als vorübergehend betrachten und das Wachstum im Auge zu behalten. Aber um eine Zinssenkung in einem Umfeld mit hartnäckiger Inflation zu rechtfertigen, müsste man wohl eine stärkere Wachstumsabschwächung sehen. (13.03.2026/alc/a/a)
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