Stuttgart (www.anleihencheck.de) - Am europäischen Rentenmarkt kam es in der zurückliegenden Woche zu spürbaren Kursrückgängen, so die Börse Stuttgart.
Der Euro-Bund-Future habe deutlich nachgegeben und zuletzt bei 126,40 Punkten notiert - ein Rückgang von rund 2,3 Punkten gegenüber der Vorwoche (128,71). Im Gegenzug sei die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen von 2,76 auf 2,89 Prozent geklettert. Am langen Ende seien die Sätze für 30-jährige Papiere von 3,41 auf 3,48 Prozent gestiegen.
Auslöser des Abgabedrucks seien die anziehenden Ölpreise infolge der Eskalation im Nahen Osten sowie Äußerungen der EZB-Spitze gewesen: In einem Interview mit den französischen Sendern France 2 und France Inter am Dienstagabend habe EZB-Präsidentin Christine Lagarde nach übereinstimmenden Medienberichten sinngemäß erklärt, die Notenbank werde alles Notwendige tun, um die Inflation unter Kontrolle zu halten und eine Wiederholung der Preisschübe von 2022/2023 zu verhindern.
An den Märkten sei daraufhin die Möglichkeit einer strafferen Geldpolitik stärker in den Fokus gerückt - zumal die EZB bereits am 19. März über ihre weitere Zinspolitik entscheide. Anleger hätten sich in der Folge verstärkt von festverzinslichen Papieren getrennt und ihre Portfolios umgeschichtet. Die Umlaufrendite habe zuletzt bei 2,84 Prozent notiert. (12.03.2026/alc/a/a)
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