Bonn (www.anleihencheck.de) - Die in Kürze anstehenden Konjunkturdaten aus Japan werden wichtige Hinweise darauf liefern, ob die Wirtschaft nach dem schwachen Jahresende 2025 wieder an Dynamik gewinnt, so die Analysten von Postbank Research in ihrer aktuellen Ausgabe von "PERSPEKTIVEN Week up front".
Die endgültigen BIP-Zahlen für Q4 2025 dürften mehr Klarheit über die vorläufige, annualisierte Wachstumsrate von 0,2% QoQ bringen. Zudem würden die Lohn- und Gehaltsdaten für Januar genau beobachtet, um zu bestätigen, dass die Lohndynamik weiterhin intakt sei. In der vergangenen Woche hätten die Shunto-Lohnverhandlungen eine starke Dynamik gezeigt: Der größte japanische Gewerkschaftsdachverband Rengo habe seine durchschnittliche Lohnforderung für 2026 von 5,94% bekannt gegeben. Auch wenn diese leicht unter dem Vorjahreswert von 6,09% liege, spiegele sie den anhaltenden Inflationsdruck, den Arbeitskräftemangel sowie den zunehmenden Druck auf Unternehmen wider, Arbeitskräfte zu gewinnen und zu halten. Schließlich werde die Handelsbilanz Aufschluss darüber geben, wie sich die externen Rahmenbedingungen auf die stark importabhängige japanische Wirtschaft auswirken würden. Zwar würden die anstehenden Daten noch nicht den aktuellen Anstieg der Energiepreise infolge der eskalierenden Spannungen im Nahen Osten widerspiegeln, doch sei zu beachten, dass Japan in hohem Maße von Rohölimporten aus dieser Region abhängig sei.
Fazit
Ein Energieschock würde ein erhebliches Risiko für das japanische Wirtschaftswachstum und die Inflation darstellen. Die wachstumsorientierte Agenda der Regierung dürfte jedoch eine robuste Konjunktur stützen, wobei für 2026 ein durchschnittliches BIP-Wachstum von 0,9% erwartet werde. (09.03.2026/alc/a/a)
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