Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Inflation in der Eurozone hat im Februar wieder zugenommen, insbesondere im für den mittelfristigen Trend wichtigen Dienstleistungssektor, so die DekaBank.
Dennoch habe die Teuerung in etwa in Einklang mit den makroökonomischen Projektionen der EZB vom Dezember gelegen. Der Anstieg der Weltmarktpreise von Erdöl und Erdgas infolge des Konflikts im Nahen Osten dürfte die Inflation kurzfristig wieder über die Zielmarke von 2% ansteigen lassen. Mittelfristig stünden Aufwärtsrisiken aufgrund von Zweitrundeneffekten und eventuell gestörten globalen Lieferketten Abwärtsrisiken infolge eines möglicherweise schwächeren Wirtschaftswachstums gegenüber. Vor diesem Hintergrund dürfte die EZB bei ihrem datenabhängigen Ansatz bleiben und sich explizit nicht auf einen bestimmten Leitzinspfad festlegen. Kurz nach dem US-Angriff auf den Iran hätten einige Ratsmitglieder kommentiert, dass es noch zu früh sei, um die wirtschaftlichen Auswirkungen abzuschätzen. Aufgrund der wahrscheinlich nur temporären Effekte auf die Inflation betrachte die DekaBank die Hürden für eine Änderung der Leitzinsen als weiterhin hoch. (Volkswirtschaft Prognosen vom 05.03.2026) (06.03.2026/alc/a/a)
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