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05.03.26 10:00
Schweiz: Geldpolitik weiterhin in der Zwickmühle

Bonn (www.anleihencheck.de) - Der Schweizer KOF-Frühindikator sank im Januar leicht auf 102,5, so die Analysten von Postbank Research.

Der PMI für die fertigende Industrie sei im Januar hingegen von 46,4 auf 48,8 Punkte gestiegen und sei in der Rezessionszone verblieben, der Dienstleister-PMI sei hingegen von 51,4 auf 53,8 Punkte weiter in die Expansionszone hinein geklettert.

Die Inflationsrate habe im Januar bei 0,1% verharrt, die Kerninflationsrate bei 0,5%. Der Erzeugerpreisindex sei im Januar auf Jahressicht mit minus 2,2% tiefer in den deflationären Bereich gesunken.

Die Auswirkungen der US-Zölle würden sich verschärft bei den BIP-Daten für das 3. Quartal zeigen. Der Marktkonsens sei von einem Rückgang um 0,1% zum Vorquartal ausgegangen, das BIP sei jedoch um 0,5% gefallen. Für Q4 werde ein leichtes Wachstum um 0,2% zum Vorquartal erwartet. Die in Kraft getretenen global einheitlichen US-Importzölle dürften die Schweizer Wirtschaft stützen.

Die schweizerische Nationalbank (SNB) habe die Leitzinsen im Dezember bei 0,00% belassen. Mitglieder der SNB hätten sich zuletzt weiterhin wegen der damit verbundenen unerwünschten Nebeneffekte skeptisch zum Thema "Negativzinsen" geäußert. An den Swapmärkten sei die Wahrscheinlichkeit dafür zuletzt trotz der Franken-Stärke weiterhin nur moderat eingepreist worden, nämlich mit 20% bis zum Jahresende.

Der Schweizer Franken sei kürzlich auf neue Zehn-Jahres-Höchststände unterhalb von EUR/CHF 0,91 angestiegen. Er könnte - sofern die starke Nachfrage nach "sicheren Häfen" nachlasse - bis Ende Juni leicht von diesem Niveau zurücksetzen. (Währungsbulletin März 2026) (05.03.2026/alc/a/a)


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