Bonn (www.anleihencheck.de) - Gemäß einer ersten Schätzung dürfte die britische Wirtschaft im vierten Quartal 2025 um 0,1% gegenüber dem Vorquartal gewachsen sein - etwas weniger als die erwarteten 0,2%, so die Analysten von Postbank Research.
Für das Gesamtjahr 2025 ergebe sich damit ein reales BIP-Wachstum von 1,3%. Im Januar habe sich die Stimmungsaufhellung in der Privatwirtschaft fortgesetzt. Der PMI des Verarbeitenden Gewerbes habe von 50,6 auf 51,8 Punkte zugelegt, was die stärkste Expansion seit August 2024 anzeige. Der PMI der Dienstleister sei spürbar von 51,4 auf 54 Zähler geklettert.
Im Januar sei die jährliche Inflation erwartungsgemäß von 3,4% auf 3,0% zurückgegangen. Zwar sei der Preisdruck im Dienstleistungsbereich hoch geblieben, die Nahrungsmittelinflation habe sich jedoch merklich abgeschwächt. Die Kernrate sei mit 3,1% auf den niedrigsten Wert seit September 2021 gefallen.
Dies habe Hoffnungen der Marktteilnehmer auf weitere Lockerungen der Geldpolitik - möglicherweise schon im März - geschürt. Anfang Februar habe die Bank of England den Leitzins wie erwartet bei 3,75% belassen. Bis zum Jahresende preisten die Märkte eine weitere Zinssenkung um 25 Basispunkte nahezu vollständig ein.
Vor diesem Hintergrund könnte sich das Britische Pfund bis Jahresmitte 2026 zum Euro in Richtung EUR/GBP 0,88 abschwächen. (Währungsbulletin März 2026) (05.03.2026/alc/a/a)
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