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04.03.26 11:45
Geopolitik trifft Geldpolitik: Steigende Inflationsrisiken belasten den Euro

Linz (www.anleihencheck.de) - Bereits Anfang der Woche wurde berichtet, dass der US-Dollar seit der Eskalation im Nahen Osten an Stärke gewinnen konnte, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.

Diese Stärke setze sich weiterhin fort. Während am vergangenen Freitag EUR/USD-Kurse um 1,1800 gehandelt worden seien, habe der gestrige Tiefstkurs 1,1528 erreicht. Die US-Währung fungiere in geopolitisch angespannten Phasen als sicherer Hafen.

Zudem seien die USA Jahren Nettoexporteur von Energie, ein struktureller Vorteil, der das Land weitgehend unabhängig von möglichen Versorgungsschocks mache. Gleichzeitig würden mit den höheren Energiepreisen jedoch die Inflationsrisiken weltweit steigen. Sollten sich die Teuerungsraten in den Industrieländern weiter nach oben bewegen, könnte dies zu einer Anpassung der Zinserwartungen führen. So würden bereits jetzt erste Stimmen laut die erste Zinserhöhungsschritte im Euroraum fordern. Wie würden sich mögliche Erhöhungsschritte bereits jetzt argumentieren lassen?

Zum einen sei Europa in hohen Maße auf Energieimporte angewiesen. Ein anhaltend hoher Ölpreis könnte das ohnehin fragile Wachstum belasten. Zum anderen werde die Inflation im Euroraum bereits im Februar auf 1,9% (nach 1,7% im Januar) steigen, so vorläufige Daten. Für die EZB ergebe sich daraus eine heikle Mischung: steigender Preisdruck bei gleichzeitig schwacher Konjunktur. Zinserhöhungen wären aus Inflationssicht nachvollziehbar, wirtschaftlich aber schwer verkraftbar. Solange der Konflikt anhalte, dürfte der Markt diese Konstellation klar zulasten des Euro werten und zugunsten des sicheren Hafens US‑Dollar. (04.03.2026/alc/a/a)


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