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04.03.26 10:30
Japan: Weitere Zinserhöhung bis zum Juni erscheint möglich

Bonn (www.anleihencheck.de) - Sanae Takaichis überwältigender Sieg bei den vorgezogenen Neuwahlen in Japan verschafft der Liberaldemokratischen Partei (LDP) eine Zweidrittelmehrheit im Unterhaus und starken politischen Rückenwind, so die Analysten von Postbank Research.

Dies ermögliche ihr, umfassende Wirtschafts- und Fiskalreformen voranzutreiben. Sie habe mehrjährige Investitionen angekündigt, während das Wachstum der Staatsverschuldung höchstens auf das nominale BIP-Wachstum begrenzt werden solle.

Japans Wirtschaft sei in Q4 2025 annualisiert mit 0,2% geringer als erwartet gewachsen. Schwache Exporte und Lagerabbauten hätten dabei die stabile Binnennachfrage ausgeglichen, was Takaichis Forderung nach weiteren fiskalischen Impulsen untermauert habe. Im Gegensatz dazu hätten die vorläufigen Einkaufsmanagerindices (PMI) für Februar eine breit angelegte Expansion signalisiert: Das Verarbeitende Gewerbe sei auf 52,8 und der Dienstleistungssektor auf 53,8, getragen von stärkeren Auftragseingängen, gestiegen.

Die Inflation sei im Januar auf 1,5% zurückgegangen - den niedrigsten Stand seit März 2022 - bedingt durch nachlassende Nahrungsmittelpreise und staatliche Energiesubventionen. Die Kerninflation (ohne frische Lebensmittel und Energie) sei von 2,9% auf 2,6% gesunken.

Die Bank of Japan habe im Januar den Leitzins wie erwartet unverändert bei 0,75% belassen und festgestellt, dass anhaltende Zuwächse bei Löhnen und Preisen eine schrittweise geldpolitische Normalisierung ermöglichen dürften. Die Märkte würden derzeit eine Zinserhöhung um 25 Bp bis Juni einpreisen. Vor diesem Hintergrund könnte sich der Japanische Yen bis Ende Juni 2026 nahe dem aktuellen Niveau von EUR/JPY 182,50 stabilisieren. (Währungsbulletin März 2026) (04.03.2026/alc/a/a)


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