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27.02.26 09:07
Großbritannien: Renditeniveau zuletzt gesunken - Bank of England könnte im März erneut senken

Bonn (www.anleihencheck.de) - Im vierten Quartal stieg die britische Wirtschaftsleistung schwächer als erwartet um 0,1%, auch im Dezember hatte das BIP zum Vormonat um 0,1% zugelegt, so Postbank Research.

Am Arbeitsmarkt habe der Lohndruck mit einem Anstieg um 4,2% zum Vorjahr im Dezember nach 4,7% im Vormonat deutlich stärker als erwartet abgenommen. Die Arbeitslosenquote sei weiter angestiegen und zwar auf 5,2%.

Der vorläufige Gesamt-PMI sei im Februar leicht von 53,7 auf 53,9 Punkte gestiegen, der des Dienstleistungssektors von 54,0 auf 53,9 Punkte gefallen, der für die Industrie von 51,8 auf 52,0 gestiegen.

Die Inflationsrate sei im Januar von 3,4% auf 3,0% gesunken, die Kerninflationsrate etwas geringer als im Marktkonsens erwartet von 3,2 auf 3,1% und die Dienstleistungsinflation von 4,5% auf 4,4%.

Anfang Februar habe Bank of England (BoE) den Leitzins erwartungsgemäß bei 3,75% belassen. Aufgrund der falkenhaften Kommunikation insbesondere Gouverneur Andrew Baileys nach der Dezembersitzung seien zunächst die Erwartungen an weitere Leitzinssenkungen zurückgenommen und eine Zinspause bis Juni von den Swapmärkten vermutet worden. Nach den Arbeitsmarktdaten werde nun jedoch ein Zinsschritt im März mit 80-prozentiger Wahrscheinlichkeit eingepreist.

Die Renditen zehnjähriger britischer Staatsanleihen (Gilts) hätten von 4,60% Anfang Februar bis auf 4,31% Mitte Februar nachgegeben - das niedrigste Niveau seit Ende 2024. Die der 30-jährigen seien von 5,42% auf 5,12% gefallen. Auf Sicht von sechs Monaten dürften zehnjährige Gilts bei etwa 4,50% notieren. (Zinsbulletin Februar 2026) (27.02.2026/alc/a/a)


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