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26.02.26 09:22
Eurozone: EZB geduldig und abwartend - Inflation im Januar leicht nachgebend

Bonn (www.anleihencheck.de) - Der Gesamt-PMI der Eurozone stieg nach der vorläufigen Schätzung für den Februar stärker als erwartet von 51,3 auf 51,9 Punkte, so die Analysten von Postbank Research.

Verantwortlich hierfür sei der Index der Industrie gewesen, der von 49,5 auf 50,8 Punkte gesprungen sei. Der PMI habe geringfügig von 51,6 auf 51,8 Punkte zugelegt. Auch für Deutschland habe sich ein ähnliches Bild ergeben, der Industrie-PMI sei von 49,1 auf 50,7 Punkte gestiegen.

Die Inflationsrate sei im Januar von 1,9 auf 1,7% gesunken, die Kernrate von 2,3% auf 2,2%. Die Arbeitslosenquote sei im Dezember von 6,3 auf 6,2% gesunken.

EZB-Präsidentin Lagarde sowie weitere Mitglieder des EZB-Rates hätten zuletzt erneut geäußert, dass die EZB weiterhin "gut aufgestellt" sei und die kommenden Monate voraussichtlich die Füße stillhalten könne, was das Thema Leitzinsschritte anbelange. Nachdem der EUR/USD-Kurs kurzzeitig die Marke von 1,20 überschritten habe, seien Stimmen laut geworden, dass die EZB bei einer weiteren EUR/USD-Stärke die Leitzinsen doch noch einmal senken könnte. An den Swapmärkten werde eine weitere Leitzinssenkung der EZB bis Jahresende mit knapp 30% Wahrscheinlichkeit eingepreist.

Die Renditen der zehnjährigen Bundesanleihen hätten seit Mitte Januar von 2,91% auf 2,72% nachgegeben. Der Spread zwischen den Langläufern Frankreichs und Deutschlands habe sich zuletzt auf unter 60 Basispunkte verringert. Auf Sicht von sechs Monaten sähen die Analysten von Postbank Research - sofern es zum keinem externen Schock komme - die Rendite wieder etwas höher bei rund 2,90%. Der Aufwärtsdruck auf die Renditen der Langläufer infolge der zunehmenden Staatsverschuldung könne rund um den Globus intakt bleiben. (Zinsbulletin Februar 2026) (26.02.2026/alc/a/a)


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