Zürich (www.anleihencheck.de) - Der Oberste Gerichtshof der USA hat die Anwendung des International Emergency Economic Powers Act (IEEPA) zur Verhängung von Zöllen für unzulässig erklärt, so Dario Messi, Head of Fixed Income Research bei Julius Bär.
An den Märkten habe die Entscheidung vorerst geringe Auswirkungen, beobachte Messi:
In einer wegweisenden Entscheidung habe der Oberste Gerichtshof der USA die Anwendung des IEEPA zur Verhängung von Zöllen für unzulässig erklärt. Die erste Reaktion des Marktes sei relativ verhalten ausgefallen: Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen sei um 2 Basispunkte gestiegen, und die allgemeine Zinsstrukturkurve für US-Staatsanleihen sei um 3 Basispunkte steiler geworden.
Obwohl die Handelspolitik im letzten Jahr im Mittelpunkt des Interesses der Finanzmärkte und der Trump-Regierung gestanden habe, ändere diese Entscheidung aus mehreren Gründen nichts an den Aussichten für die Renditen von US-Kernanleihen:
- Erstens sei dieses Ergebnis weitgehend erwartet worden.
- Drittens wäre der Anstieg des Finanzierungsbedarfs des Finanzministeriums für das laufende Jahr nach Abzug etwaiger Einnahmeausfälle nur gering.
- Viertens werde der marginale Finanzierungsbedarf durch eine Erhöhung der T-Bills gedeckt.
- Fünftens sei die Fed auf dem besten Weg, in diesem Jahr T-Bills im Wert von rund 500 Mrd. USD zu kaufen, mehr als doppelt so viel wie die Zolleinnahmen im Rahmen des IEEPA.
- Sechstens würden niedrigere Zölle einen Abwärtsdruck auf die Warenpreise ausüben und so dazu beitragen, den defizitbedingten Aufwärtsdruck auf die Renditen auszugleichen.
Insgesamt behalte Dario Messi seine konstruktive Haltung gegenüber der Duration bei hochwertigen USD-Festzinspapieren bei. (Ausgabe vom 23.02.2026) (24.02.2026/alc/a/a)
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