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19.02.26 09:25
Bund-Rendite sinkt auf 2,7425%: Unsicherheit treibt Nachfrage nach Staatsanleihen

Stuttgart (www.anleihencheck.de) - Die jüngsten Bewegungen bei den Großhandelspreisen in Deutschland zeigen, dass der Preisdruck auf vorgelagerten Produktionsstufen wieder zunimmt, so die Börse Stuttgart.

Diese Entwicklung könnte sich in den kommenden Monaten in höheren Erzeuger und Verbraucherpreisen niederschlagen - ein Signal, das die Europäische Zentralbank (EZB) aufmerksam verfolge. Während einzelne Rohstoffpreise steigen würden, würden sinkende Energiepreise und rückläufige Notierungen bei einigen Agrargütern dämpfend wirken. Gleichzeitig würden sich bestimmte Nahrungsmittel wieder spürbar verteuern. Das Ergebnis sei ein uneinheitliches Inflationsbild, das die EZB zu einer vorsichtigen Haltung zwinge. Obwohl die aktuellen Inflationsdaten in der Eurozone stabil erscheinen, bleibt das Risiko eines erneuten Preisdrucks bestehen, so die Börse Stuttgart.

Auf der anderen Seite des Atlantiks zeige sich ein ähnliches Bild: Auch in den USA schwanke die Inflation zwischen Entspannung und hartnäckigen Preistreibern. Die Fed betone weiterhin ihre Datenabhängigkeit und signalisiere, dass Leitzinssenkungen erst dann kämen, wenn die Preisentwicklung nachhaltig auf Kurs sei. Daher würden weder die EZB noch die Fed übereilt handeln.

Die Märkte würden sich zunehmend auf eine Phase einrichten, in der Inflationsdaten und die Signale der Notenbanken den Kurs stärker bestimmen würden als zuvor. Gleichzeitig würden viele Anleger angesichts der unsicheren Aktienmarktentwicklung und der wachsenden geopolitischen Spannungen zwischen den USA und dem Iran verstärkt Sicherheit suchen. Das führe zu einer höheren Nachfrage nach Staatsanleihen - und habe die Renditen in dieser Woche spürbar nach unten gedrückt.

Der Euro-Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) notiere aktuell bei 129,30 Punkten und damit über dem Kurs der Vorwoche, der bei 128,65 gelegen habe. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen sei auf 2,7425 Prozent gesunken (Vorwoche: 2,80 Prozent). Die Rendite der 30-jährigen Bundesanleihen habe im Wochenverlauf ebenfalls moderat von 3,4680 Prozent auf 3,4070 Prozent nachgegeben. (Bonds weekly Ausgabe vom 19.02.2026) (19.02.2026/alc/a/a)


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