Delaware (www.anleihencheck.de) - Der Ausblick für Unternehmensanleihen aus Schwellenländern bleibt positiv. Diese Meinung vertritt Denise Simon, Portfoliomanagerin/Analystin im Emerging Market Debt-Team bei Lazard Asset Management.
Die Anlageklasse biete weiterhin attraktive laufende Erträge. Gleichzeitig bestehe noch etwas Potenzial für weitere Spreadeinengungen bei Schwellenländeranleihen relativ zu US-Unternehmensanleihen.
Auch die Erwartung stabiler bis sinkender US-Zinsen sei unterstützend für Schwellenländeranleihen. Diese dürften laut Simon aufgrund technischer Faktoren von höheren Renditen und Spreads in den Schwellenländern im Vergleich zu den USA profitieren. Eine steigende Nachfrage nach Anlagen außerhalb der USA sei ebenfalls positiv. Simon weise jedoch darauf hin, dass Gegenwind durch eine Belebung der Neuemissionstätigkeit zeitweise möglich sei.
Simons Fazit: Auch wenn das allgemeine Spreadniveau am unteren Ende der historischen Spannen liege und das durchschnittliche Kurspotenzial begrenzen könne, hätten Fundamentaldaten und das gesamtwirtschaftliche Umfeld diese Spreads gestützt. Zudem könnten Unterschiede bei den Spreads einzelner Anleihen Chancen durch gezielte Einzeltitelauswahl eröffnen. "Darüber hinaus erwarten wir, dass sowohl Neuemissionen als auch unterjährige Volatilität potenzielle Alphaquellen bieten", sage Simon. Gleichzeitig gebe sie zu bedenken, dass der geringere Spreadpuffer die Fehlertoleranz reduziere und daher weiterhin eine sorgfältige Kreditauswahl sowie ein aktives Portfoliorisikomanagement erforderlich mache. (09.02.2026/alc/a/a)
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