London (www.anleihencheck.de) - Der US-Dollar ist geschwächt und wir gehen davon aus, dass sich ein moderater Abwärtstrend weiter fortsetzen wird – mit weiteren Mittelzuflüssen in Schwellenländeranleihen, so Anthony Kettle, Senior Portfolio Manager im Emerging Market Team von RBC BlueBay Asset Management.
Neben der Dollarschwäche gebe es mehrere strukturelle Faktoren, die Schwellenländeranleihen stützen würden. Dazu würden gehören:
- die starke Konzentration von Anlegern in US-Anlagen und die damit verbundene Notwendigkeit der Diversifizierung weg von den USA,
- das Nachlassen des US-Exzeptionalismus durch Normalisierung des Wirtschaftswachstums und
- der Zinssenkungszyklus der FED, der den Carry-Vorteil des US-Dollars untergrabe.
In der Vergangenheit seien Phasen der Dollar-Schwäche mit stärkeren Kapitalzuflüssen in Schwellenländer einhergegangen, da der Dollar an Attraktivität verloren habe, während Schwellenländeranlagen relativ an Attraktivität gewonnen hätten. Dennoch bleibe RBC BlueBay Asset Management hinsichtlich des Tempos der jüngsten Entwicklungen vorsichtig - der US-Dollar sei in den letzten Wochen stark gefallen - eine Übertreibung sei möglich.
Die Kombination aus moderater Inflation, unterstützender Geldpolitik und robustem Wachstum in Schwellenländern schaffe ein Umfeld, in dem der Carry zum dominierenden Renditetreiber werde. RBC BlueBay Asset Management gehe davon aus, dass dies weiterhin positive Mittelzuflüsse in Lokalwährungsanleihen sowohl von Unternehmen als auch staatlichen Emittenten der Schwellenländer bewirken werde.
Speziell für Schwellenländeranleihen in lokaler Währung seien die Aussichten besonders attraktiv. RBC BlueBay Asset Management gehe davon aus, dass sie Schwellenländer-Unternehmensanleihen in US-Dollar 2026 übertreffen würden, angetrieben durch eine Kombination aus attraktiven Realrenditen und günstigen Währungsentwicklungen. (05.02.2026/alc/a/a)
© 1998 - 2026, anleihencheck.ariva-services.de