Bonn (www.anleihencheck.de) - Die norwegische Zentralbank beließ auf ihrer Sitzung am 22. Januar ihre Geldpolitik unverändert und somit den Leitzins bei 4,0%, so Postbank Research.
Die Swap-Märkte würden vor dem Sommer nicht mit weiteren Zinssenkungen der Norges Bank rechnen.
Die Dezember-Daten hätten gezeigt, dass die von der Norges Bank bevorzugte Kerninflationsrate (CPI-ATE) im Jahresvergleich von 3,0% auf 3,1% gestiegen sei, also anhaltend über dem Inflationsziel der Zentralbank von 2,5% liege.
Die Norwegische Krone (NOK) dürfte sich kurz- bis mittelfristig gegenüber dem Euro relativ gut entwickeln, wenngleich möglicherweise mit erhöhter Volatilität. Gestützt werden dürfte sie voraussichtlich durch eine robuste Binnennachfrage sowie eine Erholung der Wirtschaft in der Eurozone, die positive Spill-Over-Effekte auf Norwegen haben sollte. Die Einzelhandelsumsätze hätten im November im Jahresvergleich um robuste 2,1% zugelegt.
Zudem könnte die Krone von ihrem Hochzinsstatus innerhalb der G10 profitieren. Vor diesem Hintergrund erwarte Postbank Research, dass sich der EUR/NOK-Kurs bis Ende Juni 2026 in Richtung 11,42 bewegen werde.
Abwärtsrisiken für diesen Ausblick würden zum einen geopolitische Spannungen bleiben und zum anderen könnte eine schwächere globale Ölnachfrage Abwertungsdruck auf die NOK ausüben. (Währungsbulletin Februar 2026) (04.02.2026/alc/a/a)
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