Bonn (www.anleihencheck.de) - Der KOF-Frühindikator in der Schweiz stieg im Dezember geringfügig auf 103,4 an, so die Analysten von Postbank Research.
Der PMI für die fertigende Industrie sei im Dezember von 49,7 auf 45,8 Punkte gestürzt, der Dienstleister-PMI hingegen deutlich von 45,3 auf 52,1 Punkte in die Expansionszone hineingesprungen.
Die Auswirkungen der US-Zölle würden sich verschärft bei den BIP-Daten für das 3. Quartal zeigen. Der Marktkonsens sei von einem Rückgang um 0,1% zum Vorquartal ausgegangen, das BIP jedoch um 0,5% gefallen. Dass die USA und die Schweiz sich auf eine bis jetzt noch unverbindliche Handelsvereinbarung und eine Reduktion der Importzölle für Waren aus der Schweiz von 39% auf 15% geeinigt hätten, gebe Hoffnung für das laufende Jahr.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) habe die Leitzinsen auch im Dezember bei 0,00% belassen. Mitglieder der SNB hätten sich danach erneut wegen der damit verbundenen unerwünschten Nebeneffekte skeptisch zum Thema "Negativzinsen" geäußert. An den Swap-Märkten sei die Wahrscheinlichkeit, dass innerhalb der kommenden zwölf Monate Negativzinsen zurückkehren würden, nahezu komplett ausgepreist worden.
Der Schweizer Franken habe sich zuletzt bei EUR/CHF 0,93 eingependelt. Er sei infolge der Zolldiskussionen wegen der Grönland-Frage dann aber moderat angestiegen, könnte auf Sicht von sechs Monaten jedoch auf 0,95 abwerten. (Währungsbulletin Februar 2026) (03.02.2026/alc/a/a)
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