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03.02.26 10:00
Japan: Anhaltende Yen-Schwäche könnte zusätzlichen Druck auf die Notenbank ausüben

Bonn (www.anleihencheck.de) - Nach einem Rückgang von rund 11,3% gegenüber dem Euro 2025 notiert der japanische Yen nun um EUR/JPY 185,5 - nur knapp fester als beim kürzlich gehandelten 35-Jahres-Tief bei 186,87, so die Analysten von Postbank Research.

Die Yen-Schwäche sei zuletzt auch durch politische Unsicherheit verstärkt worden. Die Märkte hätten auf die Ankündigung der Premierministerin Sanae Takaichi reagiert, das Unterhaus aufzulösen und eine vorgezogene Neuwahl abzuhalten, um ihre derzeit hohen Zustimmungswerte zu nutzen. Ein klarer Wahlsieg würde voraussichtlich als Plazet für die fiskalische Agenda der Regierung interpretiert werden und somit den Druck auf die Renditen langfristiger JGBs (Staatsanleihen) möglicherweise weiter erhöhen. Deren Rekordhochs hätten zuletzt die Yen-Schwäche weiter verstärkt.

Auf der Makroseite habe sich der Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe Japans im Dezember bei 50, nach 48,7 im November stabilisiert - ein Hinweis auf stabile Geschäftsbedingungen nach fünf Monaten der Kontraktion. Die Produktion habe sich stabilisiert und die Zahl der Neuaufträge sinke so langsam wie seit Mitte 2024 nicht mehr.

Unterdessen scheine der Inflationsdruck kurzfristig etwas nachzulassen: Der Verbraucherpreisindex für Tokio sei im Dezember von 2,7% im Vormonat 175 auf 2,0% gefallen - begünstigt durch Basiseffekte und Kraftstoffsubventionen.

Die Märkte würden erst Mitte 2026 eine weitere Zinserhöhung erwarten. Anhaltende Yen-Schwäche könnte jedoch zusätzlichen Druck auf die Notenbank ausüben, diese vorzuziehen. Insgesamt werde von Postbank Research bis Juni 2026 eine moderate Yen-Aufwertung auf etwa EUR/JPY 182,5 erwartet. (Währungsbulletin Februar 2026) (03.02.2026/alc/a/a)


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