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02.02.26 10:45
UK: Renditeniveau zuletzt gesunken - Bank of England dürfte vorerst Füße stillhalten

Bonn (www.anleihencheck.de) - Im November stieg die britische Wirtschaftsleistung unerwartet kräftig um 0,3%, nachdem sie in den beiden Vormonaten jeweils um 0,1% geschrumpft war, so die Analysten von Postbank Research.

Der Marktkonsens habe auf einen Anstieg um 0,1% gesetzt. Am Arbeitsmarkt habe der Lohndruck mit einem Anstieg um 4,7% zum Vorjahr im Oktober nach 4,9% im September leicht abgenommen. Die Arbeitslosenquote sei weiter angestiegen, und zwar auf 5,1%.

Der Gesamt-PMI sei im Dezember leicht von 51,2 auf 51,4 Punkte gestiegen, der des Dienstleistungssektors sei von 51,3 auf 51,4 Punkte gestiegen, der für die Industrie sei von 50,2 auf 50,6 gestiegen. Der Bau-PMI habe sich von 39,4 auf 40,1 Punkte verbessert.

Die Inflationsrate sei im November wesentlich stärker als erwartet von 3,6% auf 3,2% gesunken, die Kerninflationsrate sei unerwartet von 3,4 auf 3,2% gesunken und die Dienstleistungsinflation sei ebenfalls unerwartet von 4,5% auf 4,4% gesunken.

Im Dezember habe die Bank of England (BoE) den Leitzins erwartungsgemäß in einem äußerst knappen Entscheid von 4,0% auf 3,75% gesenkt. Aufgrund der falkenhaften Kommunikation insbesondere Gouverneur Andrew Baileys nach der Sitzung seien trotz der unerwartet niedrigen Inflationsdaten für November die Erwartungen an weitere Leitzinssenkungen zurückgenommen worden - ein nächster Zinsschritt werde an den Swapmärkten jetzt komplett erst für Juni eingepreist.

Die Renditen zehnjähriger britischer Staatsanleihen (Gilts) hätten Anfang Januar bis auf 4,34% nachgegeben, ein 13-Monats-Tief. Die der 30-jährigen seien von 5,25% auf 5,08% gefallen - das tiefste Niveau seit April 2025. Auf Sicht von sechs Monaten dürften zehnjährige Gilts bei etwa 4,50% notieren. (Zinsbulletin Januar 2026) (02.02.2026/alc/a/a)


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