Bonn (www.anleihencheck.de) - Im November stieg die britische Wirtschaftsleistung unerwartet kräftig um 0,3%, nachdem sie in den beiden Vormonaten jeweils um 0,1% geschrumpft war, so die Analysten von Postbank Research.
Der Marktkonsens habe auf einen Anstieg um 0,1% gesetzt. Am Arbeitsmarkt habe der Lohndruck mit einem Anstieg um 4,7% zum Vorjahr im Oktober nach 4,9% im September leicht abgenommen. Die Arbeitslosenquote sei weiter angestiegen, und zwar auf 5,1%.
Die Inflationsrate sei im November wesentlich stärker als erwartet von 3,6% auf 3,2% gesunken, die Kerninflationsrate sei unerwartet von 3,4 auf 3,2% gesunken und die Dienstleistungsinflation sei ebenfalls unerwartet von 4,5% auf 4,4% gesunken.
Im Dezember habe die Bank of England (BoE) den Leitzins erwartungsgemäß in einem äußerst knappen Entscheid von 4,0% auf 3,75% gesenkt. Aufgrund der falkenhaften Kommunikation insbesondere Gouverneur Andrew Baileys nach der Sitzung seien trotz der unerwartet niedrigen Inflationsdaten für November die Erwartungen an weitere Leitzinssenkungen zurückgenommen worden - ein nächster Zinsschritt werde an den Swapmärkten jetzt komplett erst für Juni eingepreist.
Die Renditen zehnjähriger britischer Staatsanleihen (Gilts) hätten Anfang Januar bis auf 4,34% nachgegeben, ein 13-Monats-Tief. Die der 30-jährigen seien von 5,25% auf 5,08% gefallen - das tiefste Niveau seit April 2025. Auf Sicht von sechs Monaten dürften zehnjährige Gilts bei etwa 4,50% notieren. (Zinsbulletin Januar 2026) (02.02.2026/alc/a/a)
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