Paris (www.anleihencheck.de) - Sofern es keine größere Überraschung gibt, dürfte die US-Notenbank (FED) ihre Geldpolitik bei ihrer Januar-Sitzung unverändert lassen, so François Rimeu, Senior Strategist bei Crédit Mutuel Asset Management.
Das Wirtschaftswachstum sei weiter solide, die Arbeitslosenquote niedrig und die Inflation liege nach wie vor über dem Zielwert von 2%.
- Die FED dürfte den Leitzins im Bereich von 3,50% bis 3,75% belassen. Das entspreche dem oberen Ende des neutralen Bereichs und stehe im Einklang mit den jüngsten Prognosen der Institution, die im Dezember veröffentlicht worden seien.
- Die Erklärung dürfte weitgehend unverändert bleiben und weiterhin die Datenabhängigkeit betonen. Crédit Mutuel Asset Management gehe jedoch davon aus, dass der Hinweis auf gestiegene Risiken für den Arbeitsmarkt angesichts der stabileren Lage gestrichen werde.
- Es werde erwartet, dass Jerome Powell einen vorsichtigen und flexiblen Ton anschlage. Der robuste Wirtschaftsverlauf stehe im Gegensatz zu den eher differenzierten Indikatoren vom Arbeitsmarkt, was die Beibehaltung des aktuellen Kurses auf kurze Sicht stütze.
Zusammenfassend:
Der im Dezember beobachtete Rückgang der Arbeitslosenquote dürfte die Bedenken der FED hinsichtlich des Arbeitsmarktes trotz eines starken Rückgangs bei neuen Arbeitsplätzen mildern. Nach einer kumulierten Zinssenkung um 75 Basispunkte in der zweiten Jahreshälfte 2025 dürfte die Federal Reserve vor weiteren Anpassungen vorsichtig agieren, zumal die Inflationsdaten durch den Shutdown weiterhin verzerrt seien. Der Zeitpunkt von Zinssenkungen werde weiterhin von Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt und der Inflation abhängen: Eine rasche Verschlechterung der Lage auf dem Arbeitsmarkt könnte zu einer früheren Lockerung führen, während Entwicklungen, die weitgehend den Erwartungen der FED entsprechen würden, zusammen mit einer anhaltend hohen Inflation weitere Senkungen verzögern würden. (27.01.2026/alc/a/a)
© 1998 - 2026, anleihencheck.ariva-services.de