Bonn (www.anleihencheck.de) - Japan wird in dieser Woche die Tokio-Inflationsrate (CPI) für Januar sowie die landesweiten Einzelhandelsumsätze für Dezember veröffentlichen, so die Analysten von Postbank Research in ihrer aktuellen Ausgabe von "PERSPEKTIVEN Week up front".
Der Tokio-CPI gelte als Frühindikator für die landesweite Inflation. Im Dezember habe die Tokio-Inflation bei 2,0% gelegen und damit unter dem Wert des Vormonats von 2,7%. Dies deute darauf hin, dass der Inflationsdruck in Japan etwas nachlassen könnte, unter anderem infolge der von Premierministerin Takaichi eingeführten Subventionen für Benzin und Diesel. Dennoch würden die Nahrungsmittel- und Dienstleistungsinflation vergleichsweise hoch bleiben. Im Januar habe der Japanische Yen erneut Schwäche gezeigt, was zu einer höheren Importinflation in Japan führen könnte. Die Analysten von Postbank Research würden davon ausgehen, dass die Bank of Japan die Inflationsentwicklung weiterhin genau beobachte und angesichts des schwächeren Yen bald Zinserhöhungen in Erwägung ziehen könnte. Das Wachstum der Einzelhandelsumsätze dürfte mit rund 1% verhalten bleiben, da die hohe Inflation die Konsumstimmung belaste.
Fazit: Die Senkung der Inflation zähle zu den zentralen politischen Prioritäten von Takaichi. Mit der Ausrufung vorgezogener Neuwahlen für Februar könnte - bei einem erwarteten Wahlsieg ihrer Partei - der Weg für weitere fiskalische Stimuluspakete im Laufe des Jahres frei werden. Vor diesem Hintergrund sowie angesichts starker fiskalischer Maßnahmen und hoher Unternehmensgewinne seien die Analysten von Postbank Research für japanische Aktien in diesem Jahr positiv gestimmt. (Ausgabe vom 26.01.2026) (27.01.2026/alc/a/a)
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