Hannover (www.anleihencheck.de) - Die Bank of Japan wollte am Freitag erwartungsgemäß nicht mit einer Leitzinsanhebung ins neue Jahr starten, so die Analysten der Nord LB.
Der schwache Yen sei jedoch klar als Problem identifiziert worden. Der ausgeprägte Anstieg der Renditen am langen Ende der japanischen Zinsstrukturkurve reflektiere eine Kombination von höheren Risikoprämien und ambitionierten Leitzinsanhebungserwartungen der Marktteilnehmer. Kurzfristig rechne zwar wohl kaum ein interessierter Beobachter mit heftigen Anpassungen am zinspolitischen Kurs der Bank of Japan, einige Marktteilnehmer schienen in den Jahren 2026 und 2027 aber doch größeren Handlungsbedarf zu erwarten. Diese Auffassung könne am aktuellen Rand zu einem Problem werden.
Diese Woche stehe sicherlich weitgehend im Zeichen der Zinsentscheidung der Fed am Mittwoch. Die Märkte hätten wissen wollen, wie sich die Notenbanker in Washington perspektivisch zu einem potenziell weicheren Kurs positionieren bzw. sich weiter geduldig - oder gewissermaßen standhaft - vor dem Hintergrund der Konfliktlage mit der US-Administration zeigen. Für den anstehenden Termin würden keine Anpassung der US-Leitzinsen erwartet. Dem Vernehmen nach sei zudem mit einer nahenden Bekanntgabe der vom Weißen Haus präferierten Powell-Nachfolge eine weitere Komplikation im Bereich des Möglichen.
In Deutschland rücke zum Wochenstart ein aktualisiertes Stimmungsbild des ifo in den Fokus. Zum Wochenausklang würden dann die ersten Inflationsdaten des Jahres sowie die erste BIP-Schätzung zur Eurozone folgen.
Die unberechenbare US-Außen- und Handelspolitik sowie die mögliche Aushöhlung der Unabhängigkeit der US-Notenbank Fed durch US-Präsident Trump hätten viele Investoren in den vergangenen Monaten verunsichert. Der USD sei seit Anfang 2025 um mehr als 12% gefallen. Am Freitag habe er kaum verändert notiert. (26.01.2026/alc/a/a)
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