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26.01.26 09:00
FED: Warum die US-Notenbank jetzt eine Pause einlegt

Linz (www.anleihencheck.de) - Am 28. Januar 2026 steht die nächste Zinsentscheidung der US- Notenbank (FED) an, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.

Nachdem die FED den Leitzins im Dezember auf den Korridor 3,50 bis 3,75 % angepasst habe, würden Marktteilnehmer nun mit einer Zinspause rechnen. Die Fakten würden diese Erwartung stützen: Zwar sei die Kerninflation von ihren Spitzenwerten deutlich auf 2,60% gesunken, doch der Wert erweise sich als hartnäckig und liege weiterhin über dem offiziellen Ziel von 2%. Neben der Preisstabilität habe die FED den Arbeitsmarkt fest im Blick. Die Arbeitslosenquote sei zuletzt zwar auf 4,4% gestiegen, bleibe aber im historischen Vergleich auf einem niedrigen Niveau. In der Vergangenheit habe oft eine Annäherung an die 5%-Marke als Signal für mögliche Zinssenkungen gegolten.

Ein entscheidender Faktor sei die Unabhängigkeit der Notenbank. Trotz wachsendem politischen Druck sei davon auszugehen, dass Jerome Powell und sein Team ihrem Kurs treu bleiben und rein datenbasiert entscheiden würden. Ein Nachgeben gegenüber der Politik wäre ein Zeichen der Schwäche, das die Glaubwürdigkeit der FED gefährden und den US-Dollar schwächen könnte. Beweise die FED jedoch Rückgrat, dürfte der Devisenmarkt dies mit einer kurzfristigen Dollar-Stärke honorieren.

Für das Währungspaar EUR/USD sehe die Oberbank die Chance auf Korrekturen bis zu den charttechnischen Unterstützungen bei 1,1800, im Extremfall bis 1,1680. Limit-Orders seien ein geeignetes Werkzeug, um kurzfristige Marktbewegungen zu nutzen. USD-Verkäufer könnten ihre Limit-Orders bei den genannten Niveaus platzieren. USD-Käufer könnten gerne zum Tageskurs handeln.

Fazit: Die Oberbank erwarte am 28. Januar keine Zinssenkung, was den US-Dollar kurzfristig stützen sollte. (26.01.2026/alc/a/a)



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