Hannover (www.anleihencheck.de) - Aus den gestern veröffentlichten Protokollen der letzten EZB-Ratssitzung geht hervor, dass ungeachtet der zunehmenden geopolitischen Spannungen für die Europäische Zentralbank derzeit kein Handlungsdruck beim Zinskurs besteht, so die Analysten der Nord LB.
Insgesamt würden die Inflationsaussichten unsicherer als üblich bleiben, deshalb seien mögliche Inflations- und Wachstumsschocks in beide Richtungen weiter gegeben.
Ins Wochenende entlassen würden die Marktteilnehmer heute zum einen mit frischen Daten zu den Einkaufsmanagerindizes im Januar. Gerade mit Blick auf Deutschland dürfte spannend sein, ob die in den anderen Stimmungsindikatoren seit Jahresbeginn beobachtbare Aufhellung weiter Tritt fassen könne. Zum anderen stehe eine Zinsentscheidung der Bank of Japan an. Für diesen Termin würden die Währungshüter allerdings das Werkzeug im Hinblick auf die Zinsschraube wohl nicht aus der Schreibtischschublade holen. Die Notenbanker in Tokio könnten zwar angesichts der Währungsentwicklung unter einen gewissen Handlungsdruck kommen, doch würden sie die Zinsen perspektivisch nur sehr vorsichtig anpassen wollen. (23.01.2026/alc/a/a)
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