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22.01.26 13:00
Bundesanleihen nach Trump-Rede unter Druck

Stuttgart (www.anleihencheck.de) - Zuletzt sorgten geopolitische Spannungen und der unbeständige Kurs der US-Handelspolitik für erhebliche Unruhe an den internationalen Anleihenmärkten, so die Börse Stuttgart.

Die gestrige Rede von US-Präsident Donald Trump auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos habe für spürbare Bewegungen an den Märkten gesorgt, wobei auch die Anleiherenditen auf beiden Seiten des Atlantiks volatil reagiert hätten. Nach anfänglichen Verlusten hätten US-Staatsanleihen im Wochenverlauf steigende Kurse verzeichnet, was die Rendite der zehnjährigen Treasuries auf 4,25 Prozent habe sinken lassen. Marktteilnehmer hätten als Hauptursache vor allem die gemilderten Zolldrohungen genannt, auch wenn der Handelskonflikt insgesamt weiter für Unsicherheit sorge.

Im europäischen Umfeld seien deutsche Bundesanleihen unter Druck geraten: Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen habe sich im Wochenverlauf nur geringfügig bewegt und sei im Zuge schwächerer Kurse des Euro-Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) rund um die Trump-Rede auf 2,88 Prozent gestiegen (Vorwoche: 2,85 Prozent). Damit hätten sie ihren leichten Anstieg der vergangenen Woche fortgesetzt. Hintergrund seien neben politischen Spannungen auch anhaltend niedrige Inflationsraten in der Eurozone, die den Handlungsspielraum der Europäischen Zentralbank eng begrenzen würden.

Ein erhöhtes Maß an Unsicherheit habe zudem das Geschehen am japanischen Rentenmarkt bestimmt, ausgelöst durch politische Entwicklungen und Erwartungen an eine expansivere Fiskalpolitik. Insgesamt zeige sich das Marktumfeld für Anleiheinvestoren weiterhin herausfordernd, da zahlreiche Faktoren laufend für neue Impulse sorgen würden. (Bonds weekly Ausgabe vom 22.01.2026) (22.01.2026/alc/a/a)


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