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21.01.26 13:00
China setzt auf Gold: US-Anleihebestand auf 17-Jahres-Tief

Wien (www.anleihencheck.de) - China hat seine Bestände an US-Staatsanleihen weiter reduziert und damit den niedrigsten Stand seit 17 Jahren erreicht, so die Experten von "FONDS professionell".

Wie "The Hindu", die drittgrößte englischsprachige Tageszeitung Indiens, berichte, sei der Schritt Teil einer anhaltenden Diversifizierung der chinesischen Währungsreserven weg von US-Anleihen hin zu Gold und ausländischen Aktieninvestitionen - vor dem Hintergrund angespannter Beziehungen zu Washington.

Chinas US-Anleihebestand sinke weiter

Nach Daten des US-Finanzministeriums, die in der Vorwoche veröffentlicht worden seien, hätten sich Chinas Bestände an US-Treasuries im November auf 682,6 Milliarden US-Dollar belaufen. Im Oktober habe der Wert noch bei 688,7 Milliarden Dollar gelegen. Damit habe das Volumen laut dem Zeitungsbericht den niedrigsten Stand seit 2008 erreicht.

Ausländische Nachfrage nach US-Schulden auf Rekordniveau

Der Rückgang der chinesischen Bestände sei zu einem Zeitpunkt erfolgt, an dem die ausländische Nachfrage nach US-Staatsanleihen insgesamt ein Rekordhoch erreicht habe. Japan und Großbritannien hätten ihre Engagements deutlich aufgestockt, schreibe die Zeitung unter Berufung auf die US-Daten. Japans Bestände seien demnach um 2,6 Milliarden auf rund 1,2 Billionen Dollar gestiegen. Großbritannien habe sein Volumen um 10,6 Milliarden auf 888,5 Milliarden Dollar erhöht.

Größte Devisenreserven weltweit

China verfüge weiterhin über die weltweit größten Devisenreserven. Diese hätten sich Ende Dezember 2025 auf insgesamt 3,3579 Billionen Dollar belaufen, wie offizielle Medien in Peking berichtet hätten. Beobachter würden den Abbau der US-Anleihebestände als Teil einer strategischen Neuausrichtung der Reserveallokation sehen. Ziel sei es, stärker in Gold, Nicht-US-Währungen und ausländische Aktien zu investieren, heißte es in dem Bericht.

Sorge über Tragfähigkeit der US-Staatsverschuldung

Xi Junyang, Professor an der Shanghai University of Finance and Economics, habe der staatlichen Zeitung "Global Times" erklärt, der Rückgang der US-Treasury-Bestände sei Ergebnis einer verstärkten Optimierung und Diversifizierung der Auslandsvermögen. Dies trage dazu bei, die Sicherheit und Stabilität des Gesamtportfolios zu stärken.

Shao Yu, Chefökonom am Sci-Tech Innovation Management Research Centre der Fudan University, habe der in Hongkong erscheinenden "South China Morning Post" gesagt, Peking dürfte seine Bestände weiter reduzieren. Er habe auf wachsende Risiken einer nicht nachhaltigen US-Staatsverschuldung verwiesen. Die massive Schuldenanhäufung gleiche einem Schneeballsystem, bei dem neue Schulden alte ersetzen würden. China wolle daran nicht länger teilnehmen.

Goldreserven würden seit 14 Monaten in Folge steigen

Parallel zum Abbau der US-Anleihen diversifiziere China seine Devisenreserven zunehmend über Gold. Nach den jüngsten Daten der chinesischen Zentralbank PBOC hätten sich die Goldreserven Ende Dezember 2025 auf 74,15 Millionen Unzen belaufen. Gegenüber dem Vormonat entspreche dies einem Zuwachs von 30.000 Unzen und markiere den vierzehnten Monat in Folge mit steigenden Goldbeständen.

Die PBOC dürfte ihre Goldkäufe fortsetzen, da dies zur Stabilisierung der Reserveaktiva und zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit gegenüber externen Risiken beitrage, habe Xi Junyang gesagt. Der Goldanteil an Chinas Reserven sei im internationalen Vergleich weiterhin relativ gering, schreibe "The Hindu". (21.01.2026/alc/a/a)


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