Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die harte Linie der USA in Sachen Grönland und der damit möglicherweise wieder aufflammende Handelsstreit zwischen den USA und der EU sorgen für ein hohes Maß an Verunsicherung, berichten die Analysten der Helaba.
Eine diplomatische Lösung sei aber weiterhin möglich und angesichts der noch nicht in Schwung kommenden deutschen Wirtschaft wünschenswert. Es mehrten sich aber auch in Europa die Stimmen für harte Gegenmaßnahmen. Mit Spannung würden die Reden und Treffen hochrangiger Politiker auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos erwartet. Die erhöhte Risikoaversion laste auf den Aktienmärkten und auch der US-Dollar sowie die Kryptowährungen stünden unter Druck, während die Edelmetallpreise deutliche Gewinne verzeichneten.
Von einer Flucht in den sicheren Hafen der Staatsanleihen könne indes nicht gesprochen werden. Vielmehr würden erneut aufkommende Sorgen vor einer überbordenden Staatsverschuldung und insbesondere der massive Renditeanstieg in Japan für die per saldo schwache Performance von Bundesanleihen verantwortlich gemacht. Der richtungweisende Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) habe sich zunächst abgeschwächt und die 21-Tagelinie (127,78) kurzzeitig unterschritten. Zwar habe ein Teil der Verluste wieder aufgeholt werden können, das Abwärtsrisiko sei aber gestiegen. Weitere Unterstützungen zeigten sich um 127,00 und am Kontrakttief bei 126,75. Als Widerstand fungiere die 55-Tagelinie bei 128,43. Vor allem lange Laufzeiten tendierten zur Schwäche und dort falle der Renditeanstieg am deutlichsten aus. Entsprechend komme es zu einer Versteilung der Bundkurve. Der 10/2-Renditespread sei um etwa 10 auf zeitweise über 80 Basispunkte gestiegen. (21.01.2026/alc/a/a)
© 1998 - 2026, anleihencheck.ariva-services.de